Social Media: Instagram setzt auf Shopping-Op...
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Instagram setzt auf Shopping-Optionen

Der Social Media-Dienst ist zurzeit die beliebteste Plattform der Jungen. Als Bilder-Sharing-Tool hat sie sich zur Nummer 1 gemausert. Angesichts der User-Zielgruppe rückt Instagram aber auch immer mehr ins Visier der Werbewirtschaft.

Mit dem Prinzip „Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte“ hat Instagram binnen kürzester Zeit Facebook den Rang abgelaufen. Mehr schauen, weniger lesen, so das Motto. Nun erzeugt die Plattform aber schon seit einiger Zeit mit fragwürdigen Neuerungen Unmut unter seinen Usern.  Angefangen mit Filtern, die man so nur von Snapchat kannte, über die relativ neue ‚Reel‘ Funktion, die sehr an das Konzept von TikTok erinnert, wurde jetzt tatsächlich der Notification Button mit einem Shop-Button ausgetauscht.

Shop till you drop

Dieses besondere Feature über eine Photosharing App zu shoppen, kam allerdings nicht über Nacht. Schon länger konnten Brands und Unternehmen ihre Produkte über die Plattform präsentieren und direkt Produktlinks auf ihren Beiträgen hinzufügen. Im Juli wurde dann der sogenannte Instagram Shop ins Leben gerufen. Der Shop funktioniert von User zu User ganz individuell und basiert auf den Accounts, denen man folgt und die den Instagram Shop auch nutzen. Hier kann man außerdem auch Einkaufs- oder Wunschlisten erstellen. Unternehmen können sich zudem bemerkbar machen, indem sie ihre Produkte auf ihren Beiträgen markieren. Um den Shop noch schneller zu erreichen wurde jetzt sogar ein Button in der Hauptleiste hinzugefügt. Die neuesten Trends und Produkte von Brands und Creatorn sind somit nur noch einen Fingertipp entfernt. Für Gespött und Kritik aus er Community sorgte aber, dass ausgerechnet der Button für die persönlichen Benachrichtigungen dafür entfernt wurde. Diese erreicht man jetzt nur noch über die Startseite.
In einer offiziellen Aussendung der Plattform heißt es dazu: „Die bevorstehende Holiday Season stellt Unternehmen jeder Größe vor neue Herausforderungen. Einschnitte im stationären Handel und Restriktionen lassen den Fokus auf den Online-Handel und die Menschen zunehmend auf unsere Plattformen wandern.“ Während der Corona-Pandemie hätten sich neue Gewohnheiten etabliert und die Zahl der Menschen, die weltweit online einkaufen sei auf rund 85 Prozent gestiegen: „Mit Instagram Shop sowie der neu eingeführten Destination Shop Tab möchten wir eine Infrastruktur für Unternehmen als auch Creator schaffen, die es ihnen erlaubt schnell und einfach ihr Geschäft in die digitale Welt zu verlagern und ein virtuelles Schaufenster zu erstellen.“
Besonders das Verstecken den Notification Buttons, der für die User die wichtigste Kommunikationsmöglichkeit ist, stößt aber auf wenig Gegenliebe. Bleibt abzuwarten, ob sich Instagram auf diese Weise bei seiner Zielgruppe tatsächlich als neue Einkaufsplattform etablieren kann.

 

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