Shopping Center: Erweiterungen statt Neubaute...

Shopping Center: Erweiterungen statt Neubauten

Ekazent
»Post am Rochus«-Einkaufszentrum
»Post am Rochus«-Einkaufszentrum

Das gab's lange nicht: 2017 wird in Österreich nur ein einziges neu gebautes Shopping Center eröffnet.

Und auch bei diesem Shopping Center könnte man trefflich darüber streiten, ob es überhaupt ein solches ist. Denn die »Post am Rochus« ist in erster Linie die neue Unternehmenszentrale der Österreichischen Post, neu gebaut am Wiener Rochusmarkt. Doch mit integriert sind eben auch vermietbare Flächen für Handel und Gastronomie in einer Größenordnung von rund 5.500 Quadratmetern. Da gibt es selbstverständlich eine Flagship-Filiale der Post, dazu einen großen Merkur-Markt (2000 Quadratmeter), Nahversorger wie Backshops, einen Friseur und einen Copy Shop, und vermutlich auch das eine oder andere Modegeschäft.

Ende der Shopping Center-Ära?

Die Zeit der neu gebauten Einkaufsriesen vor den Toren der Stadt scheint damit endgültig vorbei. »In nächster Zeit gibt es keine großen neuen Shoppingcenterprojekte mehr«, sagt denn auch Jörg Bitzer, Head of Retail beim Immobilienberater und –vermittler EHL. »Auch neue Fachmarktzentren gibt es fast nicht mehr.«

Was Experten schon seit Jahren voraussagen, ist nun auch zu sehen: Statt auf Neueröffnungen setzen Einkaufszentrenbetreiber immer mehr auf die Erweiterung und Attraktivierung bestehender, »gelernter« Handelsstandorte. So wächst das Huma Eleven in Wien-Simmering bis zum Herbst auf 50.000 Quadratmeter. In Parndorf vergrößert McArthurGlen sein Designer Outlet abermals um 5.500 Quadratmeter, und auch das benachbarte Fashion Outlet Parndorf wird um eine ähnliche Größenordnung erweitert. Diese Erweiterungen mit eingerechnet, werden so heuer weniger als 50.000 Quadratmeter an neu gebauten Flächen hinzukommen. »Das ist die geringste Zahl der letzten sieben Jahre«, weiß Bitzer. 2015 und 2016 lag man noch bei jeweils mehr als 100.000 Quadratmetern.
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