Shopping Center bauen Marktanteil aus

Shopping Center bauen Marktanteil aus

RegioData
Aktuelle Verkaufsflächendichte der Shopping Center in Österreich
Aktuelle Verkaufsflächendichte der Shopping Center in Österreich

Laut RegioData konnten die österreichischen Shopping Center nach zwei Jahren Stagnation ihren Umsatz deutlich erhöhen, der Marktanteil liegt mittlerweile bei 17,7 %.

Innerhalb eines Jahres haben Österreichs Shopping Center ihren Marktanteil am inländischen Handelsumsatz von 16,8 % auf 17,7 % gesteigert, hat das Forschungsunternehmen RegioData berechnet. Diverse Neuprojekte und Erweiterungen bestehender Shopping Center würden demnach aktuell wieder für ein Umsatzplus sorgen. Gemeinsam mit den Fachmarktzentren (Retail Parks) kommen die Shopping Center als »synthetische« Handelszonen auf bereits 28 %, während die Einkaufsstraßen und Ortskerne auf nur mehr 14 % Marktanteil kommen. Der weitaus überwiegende Teil des Handelsumsatzes, nämlich etwa 47 %, wird hingegen abseits der großen Handelszonen gemacht: Das sind einerseits die verstreuten Geschäfte (meist Supermärkte) in den Wohngebieten, aber auch die sogenannten »Big Boxes«, also alleinstehende Möbelhäuser, Baumärkte, Gartencenter etc. Die Onlineeinkäufe schließlich haben bereits auf 11 % Marktanteil aufgeholt.

Größe zählt

Während man vor etwa einem Jahrzehnt noch auf Shopping Center mit einer Größe von durchschnittlich 16.800 Quadratmetern setzte, liegt das Mittel der Top 100 Einkaufszentren in Österreich heute bei 21.500 Quadratmetern. Dem ist jedoch noch nicht genug: Denn das Credo lautet »größer ist gleich besser«: Von den derzeit etwa 32 aktiven und/oder geplanten Projekten, geht es bei 17 um Erweiterungsmaßnahmen von bestehenden Flächen.

Weniger Neuprojekte

Große Langzeitprojekte für Shopping Center gibt es in Österreich derzeit gerade einmal zwei: die Revitalisierung von Uno-Shopping bei Linz sowie die Erweiterung des EKZ Merkur in St. Pölten . Weitere Großprojekte mit Erweiterungen mit 20.000 Quadratmeter oder mehr stehen derzeit nicht auf der Agenda. Mittelgroße Projekte gibt es dafür hingegen mehrere: in Neusiedl am See, Bregenz, Liezen, Weiz, Steyr und in Wien.

Österreich auf Platz 5 in Europa

Was die Dichte an Shopping Malls angeht, liegt Österreich weiterhin im europäischen Spitzenfeld: Heute kommt man hierzulande mit etwa 360 Quadratmeter Verkaufsfläche (Shopping Center mit mehr als 5.000 Quadratmetern Fläche) pro 1.000 Einwohner auf Platz 5 in ganz Europa. Nur in Skandinavien ist die Dichte an Einkaufszentren noch höher.

400 Millionen Besucher begeben sich jährlich in Österreichs Einkaufszentren. Auf der Beliebtheitsliste ganz oben stehen - nach Frequenz gesehen - dabei die SCS in Vösendorf, das Donau Zentrum in Wien, die Millenium City in Wien und alljene Malls, die sich direkt bei einem Bahnhof befinden, wie Wien Westbahnhof, Wien Hauptbahnhof und Wien Mitte.

Wien und Burgenland als Dichten-Vorreiter

In Sachen Dichte nach Regionen, führt die Bundeshauptstadt das Ranking klar an, jedoch statistisch gesehen sogar mit einem Trend nach unten - aufgrund des rapiden Bevölkerungszuwachses: Das Bevölkerungspotenzial ist hoch und vor allem ausländische Investoren interessieren sich für die Verkaufsflächen der Shopping Center. An zweiter Stelle liegt das Burgenland: Die recht liberale Raumordnung und großflächige Handelseinrichtungen rund um Parndorf seien der Grund für das gute Abschneiden, so RegioData. Ganz hinten angesiedelt im Bundesländer-Wettkampf ist Vorarlberg: Trotz der vielen Einkaufstouristen aus der Schweiz, macht die strikte Raumordnung dem westlichsten Bundesland bei der Shopping Center-Dichte einen Strich durch die Rechnung.
Uno Shopping in Leonding bei Graz
BEHF Architekten
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