Seidensticker baut 120 Stellen ab

Seidensticker baut 120 Stellen ab

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Seidensticker Store in Essen, Deutschland
Seidensticker Store in Essen, Deutschland

Aufgrund der Abgabe der Lizenz für Camel Active muss Seidensticker rund 120 Stellen abbauen.

Die Seidensticker-Gruppe mit den Marken Seidensticker und Jacques Britt muss im Laufe des Jahres 2019 in ihren unterschiedlichen Geschäftsbereichen rund 120 Arbeitsplätze abbauen. Eine der Ursachen dafür ist die Abgabe der Lizenz für die Marke Camel Active. Wie berichtet wird Bültel per Anfang 2020 die Masterlizenz des Lifestyle-Labels von Seidensticker übernehmen. Deshalb muss mit Ende 2019 der Geschäftsbetrieb der Seidensticker-Töchter CMCL und Dornbusch & Co. eingestellt werden. Ein weiterer Abbau von Arbeitsplätzen hängt mit der Optimierung der Beschaffungsstruktur und mit Effizienzsteigerungsprogrammen und Digitalisierungsmaßnahmen in den Zentralbereichen zusammen. Zum Dritten werden vier von 35 in Deutschland betriebene Stores geschlossen. Und schließlich solle die Logistik im Laufe des Jahres vollständig zu einem externen Dienstleister verlagert werden.

Wie der geschäftsführende Gesellschafter Frank Seidensticker betont, wolle man »die Strukturanpassungen möglichst sozialverträglich vornehmen«. Alle Maßnahmen seien mit Betriebsrat und Gewerkschaft abgestimmt. Außerdem befinde man sich mit Bültel in Gesprächen über eine Weiterbeschäftigung von Mitarbeitern der zu schließenden Tochtergesellschaften. »Diese Schritte sind für uns alles andere als leicht – jedoch zwingend notwendig, um eine Fokussierung auf die profitablen Bereiche zu ermöglichen. Nur so können wir das Unternehmen in eine sichere Zukunft führen«, erklärt Gerd Oliver Seidensticker. Die auf Hemden und Blusen spezialisierte Unternehmensgruppe beschäftigt derzeit international 2.500 Mitarbeiter.
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