Schauen: Juni- und Juli-Termine abgesagt
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Auch die Veranstalter der europäischen Modewochen ziehen ihre Konsequenzen aus der aktuellen Krise: Die Sommertermine in London und Paris wurden abgesagt, die Mailänder Herrenwoche wurde verschoben.

Der Verwaltungsrat der Fédération de la haute couture et de la Mode gab bekannt, dass die Pariser Herrenmodewoche, die vom 23. bis zu 28. Juni hätte stattfinden sollen, und die Haute Couture-Woche (5.6.-9.6.) nicht stattfinden werden. In einer Mitteilung betonte die Gruppe »aktiv an möglichen Alternativen zu arbeiten«. 

Die Camera Nazionale della Moda Italiana kündigte an, die Mailänder Herrenmodewoche zu verschieben und mit der Damenmodewoche im September 2020 zusammenzuführen. Man arbeite an digitalen Alternativen zu den Runway-Shows, um »den ursprünglichen Zeitplan für den Einkauf einzuhalten«. Die 800 Mailänder Showrooms würden aktiv an dieser neuen Art des Storytellings beteiligt sein. 

Ein ähnliches Bild zeigt sich in London: Auch der British Fashion Council bestätigte die Absage der Herrenmodewoche in London. Man suche nach Wegen um die »Mode-Showcase-Plattformen zu digitalisieren«.  

Die Schritte der Fashion-Weeks werfen die Frage auf, ob die Pitti Uomo an ihrem Juni-Termin festhalten kann. Die Messe soll vom 15. bis zum 19. Juni stattfinden. Die Veranstalter der Pitti Uomo zeigten sich bis vor kurzem noch von der Einhaltung des Termins überzeugt. Nun heiß es, das Führungsgremium würde diese Woche tagen und eine Entscheidung am 2. April verkünden. Im Einvernehmen mit Pitti-Präsident Claudio Marenzi sowie dem Centro di Firenze per la Moda Italiana wolle man in kürzester Zeit eine Lösung finden, so Pitti-CEO Raffaello Napoleone in einer aktuellen Mitteilung. »Wir werden über die neue Situation nachdenken, alle notwendigen Informationen sammeln und eine angemessene Entscheidung treffen.«

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