Rückgänge für Scotch & Soda

Rückgänge für Scotch & Soda

Scotch & Soda
Scotch & Soda F/S 2016
Scotch & Soda F/S 2016

Die Marke aus Amsterdam schrieb im Vorjahr rote Zahlen. Ein neuer Chef soll’s richten.

Seit 1. September hat die niederländische Scotch & Soda BV einen neuen Chef: Frederick Lukoff wechselte nach zehn Jahren an der Spitze von Stella McCartney zum Amsterdam Modelabel. Zum Einstand musste Lukoff jedoch rückläufige Zahlen bekannt geben. Im Geschäftsjahr 2018/19 (per 31. Mai) sanken die Umsätze um 3 % auf 328,7 Mio. € - und das trotz fortgesetzter Expansion. So stieg die Zahl der Monobrand-Stores um 48 auf 247 weltweit, auch durch die Übernahme von bisher im Franchise geführter Geschäfte. Doch offensichtlich konnte die Retail-Expansion den Rückgang im Wholesale nicht ausgleichen. Erstmals wird der Anteil des mit eigenen Stores und online erwirtschafteten Umsatzes mit mehr als 50 % angegeben. Das operative Ergebnis EBIT sank um gut ein Drittel auf 19,1 Mio. €. Unterm Strich wird ein Nettoverlust von 12,9 Mio. € ausgewiesen, nach einem kleinen Gewinn von 900.000 € im Jahr davor. Das unpassende Wetter habe zu höheren Abschriften geführt, heißt es zur Erklärung. Lukoff will künftig in der Kommunikation die »Amsterdamer Werte« wie Freiheit und Individualität in den Vordergrund stellen, um der Marke wieder zu mehr Schwung zu verhelfen.

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