Reed Exhibitions: Tracht & Country geht in Li...
Reed Exhibitions

Tracht & Country geht in Lizenz an Wiener Eventveranstalter

Sportalm

Eine Wiener Kommunikationsfirma soll ab Jänner 2021 die Trachtenmessen in Salzburg organisieren.

Paukenschlagn in Salzburg: Reed Exhibitions trennen sich nicht nur von rund 50 Mitarbeitern (davon die Hälfte in Salzburg), sondern vergeben auch die internationale Leitmesse der Trachtenbranche, die Tracht & Country, ab 2021 an einen neuen Betreiber, die Austrian Exhibtion Experts aus Wien. Hinter der neu gegründeten Firma stehen Gesellschafter wie Rudi Kobza und Nikolaus Pelinka, der Lizenzvertrag soll laut APA (eine offizielle Mitteillung von Reed Exhibitions steht noch aus) für vier Jahre unterschrieben worden sein. Hintergrund dafür ist die prinzipielle Entscheidung des Messeveranstalters, kleinere Formate auszulagern, um sich auf die großen Leitmesse wie "Alles für den Gast" oder "Bauen + Wohnen" zu konzentrieren.
Die Auslagerung, so Reed-CEO Benedikt Binder-Krieglstein zur APA, sei schon länger geplant gewesen, das vollkommene Erliegen des Messegeschäfts hat den Prozess jetzt offenbar beschleunigt. Es habe sich gezeigt, dass kleinere Veranstaltungen die Wachtumsvorgaben der Eigentümer nicht haben erfüllen können.

Pop-up-Messe in der Brandboxx

Im Jänner 2021 soll die erste "neue" Tracht & Country über die Bühne gehen, für die Trachten-Pop-up-Tage zeichnet noch Reed verantwortlich. Diese werden von 20. bis 22. September in der Brandboxx stattfinden - und das Interesse für den Corona-bedingt späten Termin scheint ungebrochen groß zu sein. Die Hallen C/D sowie das Foyer, so Messe-Verantwortliche Kerstin Reiterer, seien bereits ausverkauft, in der Halle B gebe es noch Restplätze. Da immer mehr Trachtenfirmen über repräsentative Showrooms in der Brandboxx verfügen (Sportalm, Steinbock, Wenger, Grasegger, Mothwurf, Hammerschmid, H.Moser, Kinga Mathe uvm.), bilden die Pop-up-Tage einen Großteil der Trachtenanbieter ab. Bei einem All-in-Preis von 120 Euro/Quadratmeter mit vorgefertigtem Standbau will man der derzeitigen Branchensituation entsprechen, das gewohnte Rahmenprogramm fällt aus.
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