Hugo Boss wieder in GewinnzoneQuartalszahlen
Quartalszahlen

Hugo Boss wieder in Gewinnzone

Hugo Boss
CFO Yves Müller ist interimistischer Vorstandssprecher von Hugo Boss. Der designierte CEO Daniel Grieder kommt erst nächstes Jahr an Bord.
CFO Yves Müller ist interimistischer Vorstandssprecher von Hugo Boss. Der designierte CEO Daniel Grieder kommt erst nächstes Jahr an Bord.

HAKA-Spezialist Hugo Boss hat im 3. Quartal einen kleinen Gewinn geschrieben. Für das Gesamtjahr ist freilich weiterhin ein Verlust zu erwarten.

Der deutsche HAKA-Spezialist Hugo Boss hat das 3. Quartal mit einem positiven EBIT in Höhe von 15 Mio. € sowie einem Periodengewinn von 3 Mio. € abgeschlossen. Im Vorjahresquartal lagen diese Kennzahlen bei 83 Mio. bzw. 56 Mio. €. Angesichts eines Umsatzeinbruchs von 720 auf 533 Mio. € im Quartal (- 26 %) kann freilich auch das als großer Erfolg verbucht werden. Dank eines strikten Kostenmanagements konnten die operativen Aufwendungen um 15 % gesenkt werden, gespart wurde vor allem bei Marketing, Mietkosten und Store-Personal.

Die Details

Mit einem Plus von 62 % auf 48 Mio. € hat sich das eigene Onlinegeschäft weitaus am besten unter allen Vertriebskanälen entwickelt – wobei gegenüber dem Vorjahr 24 weitere Online-Märkte neu erschlossen wurden. Das eigene stationäre Retail-Geschäft sackte um 29 % auf 287 Mio. € ab, während der Großhandel um 31 % auf 183 Mio. € einbrach. Nach Regionen entwickelte sich der asiatische Markt (- 16 % auf 76 Mio. €) am besten. Auch das Geschäft in Europa entwickelte sich leicht überdurchschnittlich (- 22 % auf 369 Mio. €), während sich das Amerika-Geschäft fast halbierte (- 46 % auf 73 Mio. €).

Verhaltener Ausblick

Nach neun Monaten liegt der Konzernumsatz um 34 % unter Vorjahr bei 1,36 Mrd. €. Das EBIT drehte von + 220 auf - 249 Mio. €, das Konzernergebnis von + 145 auf - 200 Mio. €.
Damit hängt nun alles vom wichtigen vierten Quartal ab. Hier sehe man sich »weiterhin einem erhöhten Maß an Unsicherheit ausgesetzt«, bleibt Hugo Boss vorsichtig. Deutlich steigende Covid-19-Infektionszahlen würden sich in vielen wichtigen Märkten aktuell wieder negativ auf das Konsumentenverhalten auswirken, auch mit neuerlichen Maßnahmen der einzelnen Regierungen sei zu rechnen. Prognose will der Konzern deshalb keine abgeben.

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