Puma: Umsatz wächst, Gewinn sackt ab

Puma: Umsatz wächst, Gewinn sackt ab

Ralf Roedel/Puma
Eskiva-Damenschuh von Rihanna für Puma
Eskiva-Damenschuh von Rihanna für Puma

2015 konnte der Sportartikelspezialist Puma seine Umsätze steigern, der Gewinn ging jedoch stark zurück.

Währungsbereinigt stiegen die Umsätze von Puma 2015 um 6,5 % (Währungen nicht berücksichtigt: +14 %) auf 3,4 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) sank dagegen – bedingt durch negative Währungseffekte, welche sich wiederum auf die Rohertragsmarge auswirkten, sowie verstärkten Marketingaktivitäten - um 24,8 % auf 96,3 Millionen Euro. Somit wurde schlussendlich auch das Konzernergebnis von Puma in Mitleidenschaft gezogen: Von 64,1 Millionen Euro im Vorjahr, sank der Gewinn auf 37,1 Million Euro 2015 letzten Endes stark.  

Problem Dollar-Kurs  

Der Dollar-Kurs macht Puma derzeit ebenfalls zu schaffen, zumindest laut den aktuellen Zahlen: Die Umsätze in Amerika gingen 2015 um 22,5 % auf 1,3 Milliarden Euro nach oben, allerdings bleibt währungsbereinigt nur noch ein Plus von 8,8%. Puma will deshalb nun u.a. auf Preiserhöhungen (Preispunkte) und lokales Sourcing setzen.  

Gewinn soll 2016 steigen  

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) soll laut Puma 2016 auf 115 bis 125 Millionen Euro steigen, auch der Konzerngewinn soll zulegen. Beim Umsatz geht man von einem währungsbereinigten Plus im hohen einstelligen Prozentbereich aus.  

The future is female  

Das Motto »The future is female« ist für Puma derzeit zentral: Es zeigt sich, dass sich Frauen immer stärker für Sport interessieren – aktiv wie passiv. Der Marktanteil des Frauensegments steigt laut Puma stetig. Paradebeispiel für eine erfolgreiche Kooperation mit einer weiblichen Markenbotschafterin und Kreativdirektorin ist Sängerin Rihanna :  

»Uns ist es jetzt erstmals gelungen, dass junge Frauen in Schlangen vor Puma-Läden für neue Schuhe der Fenty-Kollektion von Rihanna anstehen«, so Björn Gulden, Chef von Puma.  

Die Laufhose im poppigen Print zum Einkaufsbummel oder ins Büro zu tragen, ist mittlerweile keine Seltenheit mehr. Sportmode ist heute »fashion forward« und Frauen damit eine immer interessanter werdende Zielgruppe für Puma.
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