Outdoor-Produkte mit Chemikalien belastet

Outdoor-Produkte mit Chemikalien belastet

Mammut/Thomas Senf
Outdoor-Textilien mit hohem PFC-Anteil
Outdoor-Textilien mit hohem PFC-Anteil

Wie die Umweltorganisation Greenpeace nun auf der Messe ISPO bekanntgab, sind viele Outdoor-Produkte mit giftigen Inhaltsstoffen belastet.

Abenteuerlust und Naturverbundenheit – die Werbekampagnen von Outdoor-Marken für ihre Outdoor-Produkte strotzen nur so von beeindruckenden Aufnahmen von schneebedeckten Gipfeln und unendlich grünen Wäldern. So umweltfreundlich, wie sich die Hersteller gerne marketingtechnisch geben, sind sie aber nicht. Dies zeigt ein aktueller Produkttest der Umweltorganisation Greenpeace, der im Rahmen der ISPO präsentiert wurde.

Die Ergebnisse von Greenpeace

Teilweise sind die Outdoor-Produkte (Bekleidung, Schuhe und Rucksäcke) wortwörtlich vollgepackt mit für Mensch und Umwelt giftigen Chemikalien. Im Fokus der Untersuchung standen langkettige per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC), die einerseits dazu verwendet werden, um die Produkte schmutz- und wasserabweisend zu machen, andererseits aber krebserregend wirken und eine schwere Umweltbelastung darstellen.

Getestet wurden insgesamt 40 Produkte aus 19 Ländern. Das ernüchternde Ergebnis: Obwohl die meisten Unternehmen behaupten, keine schädlichen PFC mehr einzusetzen, konnten sie in 50 % der Produkte nachgewiesen werden. Vor allem Branchenleader wie The North Face, Mammut und Jack Wolfskin fielen hier besonders negativ auf – sowohl was den Einsatz von langkettigen PFC anbelangt als auch die Verwendung von flüchtigen Fluorchemikalen, die sich laut Greenpeace noch leichter in der Umwelt verteilen, da sie aus den Textilien ausgasen können. Für etwas mehr umweltfreundlichere Gipfelstürmer rät die Umweltorganisation deshalb zu PFC-freien Funktionstextilien aus Polyester oder Polyurethan.
stats