Otto Group rechnet mit Gewinnrückgang

Otto Group rechnet mit Gewinnrückgang

Otto Group
Otto Hermes-Paket
Otto Hermes-Paket

Die Otto Group erwartet für das laufende Geschäftsjahr einen deutlichen Gewinnrückgang.

Das Ergebnis der Otto Group, vor Steuern (EBT), soll Medienberichten zufolge gerade so die 100 Millionen Euro-Marke übersteigen, was einen kräftigen Gewinnrückgang bedeuten würde. Gegenüber dem Vorjahresergebnis wäre das weniger als die Hälfte. Das Ergebnis des Geschäftsjahres 2012/13 lautete noch 224 Millionen Euro (EBT), das Ergebnis vor Zinsen und Steuern lag damals bei 392 Millionen Euro.

Ukraine-Krise und Verluste

Als Gründe für die schlechten Erwartungen hinsichtlich Gewinnrückgang nennt die Otto Group gegenüber dem Wirtschaftsmagazin Bilanz die Ukraine-Krise, die das Russlandgeschäft negativ beeinflusst, sowie Verluste der US-Möbeltochter Crate & Barrel und dem französischen Portal 3 Suisses. Die schwächelnden Währungen Dollar, Yen, Pfund und Rubel würden ihr Übriges tun, um die Prognose für Umsatz und Konzernergebnis der Otto Group schlecht aussehen zu lassen. Berichte über Verhandlungen zur Vertragsverlängerung von Vorstandschef Hans-Otto Schrader mit der Eigentümerfamilie – Schraders Vertrag läuft 2016 aus - wurden seitens der Otto Group nicht bestätigt.

Weihnachtskampagne 2014 mit TV-Spot

Hoffen kann die Otto Group derzeit noch auf ein erfolgreich laufendes Weihnachtsgeschäft, das dem Gewinnrückgang entgegenwirken könnte. Dazu hat sich die Otto Group im Zuge der Weihnachtskampagne 2014 einen TV-Spot einfallen lassen, der beim Publikum für gemischte Gefühle sorgen dürfte: So scheitert ein hoch motivierter Familienvater in dem TV-Spot von Otto dabei, seinem Sohn ein selbstgebasteltes Präsent zu schenken. Stattdessen kommt als »perfektes Wunder« eine Spielkonsole unter den Baum.
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