Österreichische Post AG: Post-Bilanz zeigt Pa...
Österreichische Post AG

Post-Bilanz zeigt Packerlflut

Österreichische Post AG (Screenshot)

Um 30 % mehr Pakete hat die teilstaatliche Österreichische Post im Jahr 2020 befördert als im Jahr davor. Bei der Tochter Shöpping hat sich der Umsatz verdreifacht.

Die teilstaatliche Österreichische Post AG musste beim Ergebnis im Coronajahr 2020 deutlich Federn lassen. Der Umsatz stieg zwar um 8,3 % auf 2,19 Mrd. €. Das Nettoergebnis gab jedoch um 20 % auf 115,3 Mio. € nach, das Betriebsergebnis (Ebit) um ebenfalls 20 % auf 160,6 Mio. €. Lichtblick war das Paketgeschäft mit einem Zuwachs des beförderten Volumens um 30 %. Der Umsatz stieg in diesem Segment sogar um 44 % auf 913,6 Mio. €.

Mehr Pakete heißt mehr Müll

Ein Faktum, das sich auch in einer anderen Bilanz wiederfindet, die dieser Tage präsentiert wurde: jener des Verbandes Österreichischer Entsorgungsbetriebe (VOEB). Denn auch die Abfallwirtschaft hat die Coronakrise laut eigenen Angaben stark zu spüren bekommen. So seien durch die Zunahme des Online-Handels deutlich mehr Kartonagen angefallen, während der Anteil von Druckerzeugnissen, also etwa Zeitungen und Illustrierten aufgrund der vermehrten Nutzung digitaler Medien quantitativ massiv gesunken sei.
Bei der Post ist der Umsatz mit Brief- und Werbesendungen um 7,4 % gesunken.

Shöpping boomt

Bei der E-Commerce-Tochter Shöpping.at vermeldete Generaldirektor Pölzl rund 1.600 Händler, die meisten davon sehr kleine Unternehmen. Der Umsatz habe sich im Vorjahr verdreifacht. Die Zahl der Zugriffe stieg im abgelaufenen Jahr 15,3 Mio., die Zahl der gelisteten Produkte erhöhte sich auf 2,8 Mio.
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