Österreicher geben viel für Mode aus

Österreicher geben viel für Mode aus

Unter allen 28 EU-Staaten wird nur in drei Ländern mehr für Bekleidung und Schuhe ausgegeben als in Österreich.

Laut einer neuen Analyse der EU-Statistikbehörde Eurostat geben die österreichischen Haushalte vergleichsweise viel für Bekleidung und Schuhe aus. Liegt der EU-weite Durchschnitt bei 4,9 % der Haushaltsausgaben, kommt Österreich auf immerhin 6,1 % und damit auf Rang 4 der 28 EU-Länder. Spitzenreiter ist Estland (6,8 %) vor den bekannt Mode-affinen Staaten Portugal (6,3 %) und Italien (6,2 %). Deutschland liegt mit 4,5 % der Ausgaben bereits deutlich unterhalb des EU-Durchschnitts. Am wenigsten für Mode ausgegeben wird in Bulgarien (3,2 %), Tschechien und Ungarn (je 3,6 %). Überraschung: Das Modeland Frankreich liegt mit einem Ausgabenanteil von lediglich 3,8 % an viertletzter Stelle.

Italien ist EU-Mode-Exporteur Nummer 1


Eigentlicher Schwerpunkt der aktuellen Analyse sind aber die Importe und Exporte von Bekleidung und Schuhen. Demzufolge ist Italien mit Abstand der größte Exporteur von modischen Erzeugnissen. 2017 wurden laut Eurostat Bekleidung und Schuhe im Wert von 26,6 Mrd. Euro aus Italien ausgeführt. Deutschland kommt auf 22,8 Mrd. Euro, Spanien auf 14,3 Mrd. Euro. Auf dem vierten Platz liegt überraschenderweise Belgien (12,5 Mrd. Euro), noch vor Frankreich (12 Mrd. Euro). Der überwiegende Teil aller Exporte geht in andere EU-Mitgliedsstaaten (77 %), von den Drittmärkten ist die Schweiz mit 6,4 Mrd. Euro der größte Abnehmer, vor den USA (4,5 Mrd. Euro) und Russland (2,9 Mrd. Euro).

Bei den außereuropäischen Herkunftsländern von Bekleidung und Schuhen liegt nach wie vor China (33,4 Mrd. Euro) deutlich vor Bangladesch (14,6 Mrd. Euro) und der Türkei (9,1 Mrd. Euro. Die weiteren Spitzenplätze belegen Vietnam (6,7 Mrd. Euro), Indien (6,0 Mrd. Euro) und Kambodscha (4,0 Mrd. Euro.
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