Neues Geld für die Bree-Taschen

Neues Geld für die Bree-Taschen

Bree
Bree H/W 2019/20
Bree H/W 2019/20

Nachdem im Mai die Insolvenz verkündet wurde, rettet ein neuer Investor das Hamburger Taschenunternehmen Bree vor der Schließung.

Ein strategischer Investor steigt als Gesellschafter beim Hamburger Traditionsunternehmen ein, teilte Bree in einer Mitteilung mit. Eine mit dem Investor getroffene Vereinbarung soll nicht nur die Zukunft von Bree sichern, sondern auch einen Wachstumskurs einschlagen.

Nachdem das Geschäft von Bree in den letzten Jahren schlecht lief, hat die Marke im Mai dieses Jahres die Insolvenz verkündet. Anfang August eröffnete das Amtsgericht Hamburg das Verfahren. Im letzten Moment meldete sich ein Investor mit einem Insolvenzplan, der für alle involvierten besser ausfällt als die Auflösung des Unternehmens. Zwar müssten die Gläubiger noch darüber abstimmen, doch auf Grundlage der neu geschlossenen Verträge erhielten diese »eine deutlich höhere Quote auf ihre Forderungen als im Zerschlagungsfall«, so Insolvenzverwalter Stefan Denkhaus.

Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Kartellbehörden. »Da der Investor den Wareneinkauf von Bree aber bereits jetzt finanzieren wird, ist der Startschuss für den Erhalt der Marke bereits mit der Unterzeichnung der Verträge gegeben«, sagt Heidi Otto, die zukünftig das operative Geschäft leiten wird.

Auch die Arbeitnehmer profitierten vom neuen Plan, da der überwiegende Teil der Arbeitsplätze erhalten bleibt. Derzeit zählt Bree rund 150 Beschäftigte. Wie viele Arbeitsplätze aufgelöst werden müssen und wie viele den Insolvenzplan überleben, ist noch unklar.

Der mysteriöse Retter wird in der Mitteilung Brees nicht namentlich genannt. Allerdings sei er ein »strategisches und industrielles Unternehmen, das sich seit über 30 Jahren mit der Herstellung von Leder und der Produktion bzw. Veredelung von hochwertigen Lederprodukten beschäftigt«.
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