Negative Pandemieeffekte : Ahlers verzeichnet...
Negative Pandemieeffekte

Ahlers verzeichnet massive Umsatzverluste

Pierre Cardin

Corona-bedingte Belastungen führen im ersten Halbjahr 2019/20 zu erheblichem Rückgang von Konzernumsatz und -ergebnis. Allein von März bis Mai dieses Jahres wurden 60 % weniger umgesetzt.

Die Ahlers AG hat in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres einen Umsatzrückgang von 33 % auf 70,7 Mio. € (Vorjahr 105,3 Mio. €) hinnehmen müssen. Dies wird auf die europaweiten Einzelhandelsschließungen für Bekleidung zurückgeführt. Die betrieblichen Aufwendungen konnten durch eingeleitete Ertrags- und Effizienzsteigerungen sowie Kostensenkungsmaßnahmen reduziert werden (-10,4 Mio. € bzw. -19,7 %). Dennoch ging das H1-Konzernergebnis auf -9,4 Mio. € zurück (Vorjahr -1,7 Mio. €). Ergebnisbedingt sank die Eigenkapitalquote auf weiterhin solide 52,4 % (Vorjahr 57%). Die Pandemie-Effekte haben allein von März bis Mai dieses Jahres zu Umsatzeinbußen von 26,7 Mio. € bzw. 58 % und zu einem um 6,8 Mio. € niedrigeren Konzernergebnis geführt. Die Umsatzentwicklung lag damit nach Aussagen des Konzerns aber am oberen Rand der Erwartungen zu Beginn des Lockdowns, weil kurzfristig aufgelegte Mund-Nasen-Masken erfolgreich verkauft wurden und in der zweiten Maihälfte noch mehr Sommerware ausgeliefert werden konnte als gedacht. Für die zweite Geschäftsjahreshälfte erwartet der Vorstand nach der sukzessiven Wiedereröffnung weiter rückläufige Umsätze, weil die Eindämmungsmaßnahmen der Pandemie und die mangelnde Reisetätigkeit den Mode-Einkauf weiter behindern. Der Rückgang dürfte allerdings moderater als im ersten Halbjahr ausfallen.

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