Modehandel verlor 2017 an Umsatz

Modehandel verlor 2017 an Umsatz

Der heimische Modehandel hat im Jahr 2017 mit -0,1 % minimal an Umsatz verloren, so eine Analyse der Statistik Austria für 2017. Im Branchenvergleich ist er Schlusslicht.

Die Statistik Austria hat soeben ihre endgültigen Zahlen zur Einzelhandelsentwicklung für das Jahr 2017 veröffentlicht. Demnach hat der Einzelhandel mit Textilien, Bekleidung und Schuhen das letzte Jahr mit einem kleinen Umsatzminus von 0,1 % abgeschlossen. Real (inflationsbereinigt) betrug der Rückgang sogar 1,5 %. Laut der offiziellen Statistikbehörde, ist die Branche damit der einzige Handelszweig, der nominell keinen Umsatzzuwachs erzielen konnte. Wachstumsführer sind die Tankstellen mit +8,1 %, vor dem KFZ-Handel (+7,4 %). Der Versand- und Internethandel konnte sich um 7,1 % steigern (wobei die Online-Umsätze klassischer Modehändler nicht dieser Kategorie zugeordnet werden, sondern in den Zahlen für den Einzelhandel mit Bekleidung inkludiert sind).

Auch im Langzeitvergleich kommt der Modehandel kaum vom Fleck: Seit 2010 errechnet die Statistik Austria für den Bereich Textilien, Bekleidung und Schuhen ein kumuliertes nominelles Umsatzwachstum von 4,1 %. Real bleibt davon ein Rückgang der stückmäßigen Verkaufszahlen um 2,7 %. Der gesamte Einzelhandel (ohne KFZ und Tankstellen) erreichte in diesem Zeitraum einen Umsatzzuwachs um 14,4 % nominell bzw. 1,9 % real.
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