Lidl verbannt Chemikalien aus Textilproduktio...

Lidl verbannt Chemikalien aus Textilproduktion

Greenpeace
Einkaufsratgeber »Textilien im Supermarkt«
Einkaufsratgeber »Textilien im Supermarkt«

Der weltweit zweitgrößte Diskonter Lidl möchte bis zum Jahr 2020 sämtliche umwelt- und gesundheitsgefährdenden Chemikalien aus der Textilproduktion verbannt haben.

Die Diskontsupermarktkette Lidl hatte beim Greenpeace-Test von Kinderkleidung und Schuhen von Diskontern Schwächen in den Bereichen Rohstoffeinsatz, Wiederverwertbarkeit der Textilien und bei den Sozialstandards während der Produktion gezeigt. Mittlerweile gehört die Firma zu den Top 3 der Diskonter im Sektor Textil-Umsatz in Österreich und kann sich ein solches Testergebnis daher schlecht leisten. Um die Transparenz der Lieferkette in den Produktionsländern in Asien sicherstellen zu können, sollen 80 Prozent der Lieferanten von Lidl ihre Abwasserdaten bis Ende 2015 darlegen.

Weitere Unternehmen sollen folgen

»Nun müssen Hofer, Penny, Spar und auch internationale Unternehmen wie Tesco, Carrefour und Wal-Mart nachziehen«, so Konsumentensprecherin bei Greenpeace Österreich, Nunu Kaller.

Auch das Hamburger Unternehmen Tchibo hatte angekündigt, seine Produktion zu entgiften sowie ein Rücknahme- und Recycling-Programm zu starten. Greenpeace möchte noch weitere Unternehmen ins »Entgiftungsboot holen«. Bisher haben sich nach der Detox-Kampagne bereits 21 internationale Modeunternehmen und sechs italienische Lieferanten verpflichtet, bis 2020 schadstofffrei zu sein.

Von den Abwasserproblemen betroffen sind derzeit vor allem die asiatischen Produktionsländer. In China sind beispielsweise rund zwei Drittel der Gewässer mit umwelt- und gesundheitsgefährdenden Chemikalien verseucht, insbesondere durch Abwässer der Textilindustrie.
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