Lerros verschiebt Sommerware um ein komplette...

Lerros verschiebt Sommerware um ein komplettes Jahr

Lerros

Um der Überversorgung mit Ware entgegen zu wirken, schiebt Lerros die für Mai und Juni 2020 georderte Ware ins nächste Jahr und cancelt einen Ordertermin.

Mit jedem Tag werden Warendruck und Liquiditätsengpässe größer, massive Preisabschriften und die Entwertung der aktuellen Ware drohen. Um die Krise gemeinsam zu bewältigen, ergreift Lerros einschneidende partnerschaftliche Maßnahmen. Geschäftsführer Jan ten Brinke sieht davon ab, die aktuelle Ware, die sich noch in der Lieferkette befindet, auszuliefern. Das mittelständische Unternehmen aus Neuss reagiert stattdessen vorausschauend und verschiebt seine Warenströme.

Ware wird für 12 Monate eingelagert

Lerros schlägt seinen Handelspartnern vor, die für Mai 2020 und Juni 2020 georderte Ware bis zum selben Zeitraum des Jahres 2021 kostenlos einzulagern und die Liefertermine entsprechend zu ändern. Die Mai- und Juni-Ware macht in Summe einen Anteil von knapp 20% des kompletten Jahreslimits an Kollektionsware aus.

Verschiebung der Liefertermine für Herbstware

Die Frühjahr/ Sommerstrecke soll sich nach hinten verlängern: Die Auslieferung der ersten Langarm-Herbstartikel wird auf Ende August 2020 verschoben, also um knapp zwei Monate nach hinten verlegt.  

Ordertermin fällt weg

Darüber hinaus wird die für Ende April geplante und terminierte Order des Liefertermins November 2020 ersatzlos gestrichen, um für Herbst/Winter nicht auch in eine Überversorgung mit Ware hineinzulaufen. Die jetzt in der Entwicklung stehenden Kollektionen Februar bis April 2021 sollen an die verschobenen Liefertermine wie auch an das dann am POS befindliche Warenbild angepasst werden. Nach Ladenöffnung sind NOS und Seasonal-Artikel nachbestellbar und der verbleibende Anteil des Liefermonats April wird ausgeliefert.

Das kostenintensive Maßnahmenpaket beweist gelebte Partnerschaft, bedeutet aber für Lerros als mittelständisches Familienunternehmen »einen drastischen wirtschaftlichen Einschnitt. Wir sprechen hier von Maßnahmen, die uns tatsächlich an die Grenze dessen bringen, das für uns wirtschaftlich leistbar ist. Dennoch sind wir uns sicher, dass es zu diesen Maßnahmen keine sinnvolle Alternative geben kann, wenn man die Situation realistisch betrachtet und eine ehrliche Einschätzung vornimmt. Eine Überversorgung mit Ware, ein »Hauptsache weg« an Stelle einer sinnvollen und margenschonenden Vermarktung, kann für niemanden der richtige Weg sein. Das alles auch im Geiste einer Partnerschaft, die ihren Namen auch verdient« erklärt Jan ten Brinke. In den nächsten Tagen werden die Handelspartner informiert werden. Ein mutiger Vorstoß, der den vielen Diskussionen um Krisenlösungen vorbildlich Taten folgen lässt!

stats