Lenzing kämpft mit Faserdurchschnittspreis

Lenzing kämpft mit Faserdurchschnittspreis

Lenzing AG
Faserstraße Lenzing
Faserstraße Lenzing

Im ersten Halbjahr 2014 war der Faserdurchschnittspreis deutlich niedrig, womit die Lenzing Gruppe nachwievor zu kämpfen hat.

Der stark gesunkene Faserdurchschnittspreis bescherte dem Faserhersteller Lenzing ein schwieriges erstes Halbjahr 2014: Der Konzernumsatz sank um 9,1 % von 989,9 Millionen Euro (erstes Halbjahr 2013) auf 900 Millionen Euro. Das im Vorjahr gestartete Kosteneinsparungsprogramm excelLENZ konnte den Verlust der ersten sechs Monate 2014 nur teilweise ausgleichen.

Erstes Halbjahr 2014

Der Umsatzrückgang auf 900 Millionen Euro resultiert zu mehr als die Hälfte aus Einmaleffekten durch den Verkauf der Business Unit Plastics gegen Ende des zweiten Quartals 2013. Der stark gesunkene Faserdurchschnittspreis lastet trotz erhöhter Versandmengen und einem besseren Produktmix weiter schwer auf den Schultern der Lenzing AG. Im ersten Halbjahr belief sich der Faserdurchschnittspreis auf 1,54 Euro pro Kilogramm, das sind 12,5 % weniger als im Vorjahr. Das EBITDA (Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen) lag nach sechs Monaten bei 91,9 Millionen Euro, 28,8 % weniger als 2013 (129,1 Millionen Euro).

Ausblick 2014

Der anhaltend schlechte Faserdurchschnittspreis lässt Lenzing nun den Gürtel noch enger schnallen. Es sollen zusätzliche Kosteneinsparungen von bis zu 90 Millionen Euro vorgenommen werden, um ein Drittel mehr als vorgesehen:

»Angesichts des anhaltend schwachen Marktes schärfen wir die bis zum Jahr 2016 angepeilten Kosteneinsparungen von EUR 160 Mio jährlich nochmals nach und wollen sie zudem früher erreichen«, gibt Lenzing Vorstandsvorsitzender Peter Untersperger an.

Das Überangebot an Standard-Viscosefasern wird im zweiten Halbjahr 2014 bestehen bleiben. Im operativen Business setzt Lenzing nun seine Strategie einer Forcierung auf die Spezialfasern Lenzing Modal und Tencel fort. Die neue Tencel Anlage am Standort Lenzing soll 30.000 Tonnen produzieren und damit eine Mehrmenge garantieren, die ebenfalls dem Problemfall Faserdurchschnittspreis entgegenwirken soll.
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