Lage bei Wolford »nicht zufriedenstellend«

Lage bei Wolford »nicht zufriedenstellend«

Wolford
Store nach dem neuesten Ladenbaukonzept in Amsterdam
Store nach dem neuesten Ladenbaukonzept in Amsterdam

Wolford hat den Halbjahresverlust noch einmal deutlich ausgeweitet. Das neue Führungsduo kündig nun einen neuen »Masterplan« an, der Abhilfe schaffen soll.

Beim Vorarlberger Strumpf- und Bodywear-Spezialisten Wolford ist keine Besserung in Sicht. Im Gegenteil: Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2019/20 (bis Oktober) ging der Umsatz nochmals um 3 % auf 60,49 Mio. € zurück, der Verlust nach Steuern stieg von 7,33 auf 11,86 Mio. €. Das seit kurzem amtierende Vorstandsduo bezeichnet die Situation klar als »nicht zufriedenstellend«.

Wolford verzeichnete im Halbjahr in allen vier größten Märkten Umsatzrückgänge – in Österreich um 15 %, in Deutschland um 7 %. Im asiatischen Markt brachen die Umsätze sogar um ein Viertel ein, wofür Wolford die Unruhen in Hongkong verantwortlich macht.

Neuer Masterplan

Das aus Silvia Azzali und Andrew Thorndike bestehende neue Führungsduo »ist derzeit dabei, die Lage genau zu analysieren und auf dieser Basis einen Masterplan für Wolford mit kurz-, mittel- und langfristigen Maßnahmen zu entwickeln«, heißt es im Geschäftsbericht. Das Ziel sei »eine nachhaltige Neuaufstellung von Wolford als profitables Unternehmen mit starken Sortimenten und einer klaren Kundenausrichtung«. Dabei gelte es auch, »die Kosten an die Umsatzentwicklung anzupassen«, was bisher offenbar nicht ausreichend geschehen ist. Die Schließung einzelner Boutiquen wird angekündigt, während das Wachstum über den Wholesale vorangetrieben werden soll. Gemeinsam mit Partnern wurden zuletzt drei Boutiquen in China sowie Stores in Istanbul, Prag und Belgrad eröffnet.

Trotz der ernüchternden Zwischenergebnisse bekräftigt das neue Management das Ziel, wonach Wolford bereits im nächsten Geschäftsjahr 2020/21 in die Gewinnzone zurückkehren soll.

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