Digitalisierung: Kaufhaus Österreich schließt
Digitalisierung

Kaufhaus Österreich schließt

picturedesk.com

Nach der Umstellung auf eine Informationsplattform wird der Versuch im Bereich Onlinehandel nun vollkommen eingestellt.

Das unter der früheren Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) lancierte Projekt »Kaufhaus Österreich« wird mit Juli 2022 beendet. Ursprünglich handelte es sich dabei um ein gescheitertes Onlinehändler-Verzeichnis, das heimischen Unternehmen in der Pandemie Geschäfte bringen sollte. Dann wurde die Seite ob ihres Flops in eine Infoplattform für Händler umgemodelt.

»Das Kaufhaus Österreich war ein Projekt, das zwar einer sehr guten Intention folgte, sich aber aus Kosten-Nutzen-Sicht als nicht wirklich zielführend herausgestellt hat«, so ÖVP-Wirtschafts- und Arbeitsminister Martin Kocher. Wegen der weiterlaufenden Kosten und weil »die angepeilten Ziele nicht erreicht werden«, gehöre der Kostenaufwand für den Steuerzahler gestoppt. Die angesprochenen Kosten belaufen sich je nach Quelle auf zwischen 946.000 Euro und 1,2 Millionen Euro - auch von 1,8 Millionen Euro war bereits die Rede.

Schramböck hatte das Projekt mit Wirtschaftskammerpräsident Harald Mahrer (ÖVP) ursprünglich als eine Art österreichische Antwort auf Onlineriesen wie Amazon präsentiert. Eigentlich sollte - organisiert von Wirtschaftskammer (WKÖ) und Ministerium - eine Online-Einkaufsplattform entstehen. Die gefloppte Shop-Suchfunktion wurde nach zwei Monaten eingestellt. Die staatliche Austria Wirtschaftsservice (aws) übernahm dann im Auftrag des Wirtschaftsministeriums den Betrieb der Website als Händlerplattform, wo etwa Förderungen vergeben wurden und bei der Digitalisierung beraten werden sollte. Die Wirtschaftskammer zog sich aus dem Projekt zurück. Bestehende nützliche Inhalte werden laut Ministerium nun gesichert und auf andere Plattformen transferiert. Diese kommen aufs sogenannte Unternehmensserviceportal.



Dieser Text erschien zuerst auf www.cash.at.

stats