Kastner & Öhler weiter in Verlustzone

Kastner & Öhler weiter in Verlustzone

Kastner & Öhler
© Kastner & Öhler
© Kastner & Öhler

Laut der nun veröffentlichten Bilanz hat das Mode- und Sporthandelsunternehmen Kastner & Öhler seinen Verlust im Geschäftsjahr 2012/13 (per Ende Februar) deutlich verringert. In der Kastner & Öhler Warenhaus AG wurde demnach ein negatives EGT von – 3,4 Mio. € erzielt. Nach der Auflösung von Rücklagen blieb sogar ein kleiner Bilanzgewinn übrig.

2011/12 war noch ein EGT-Verlust von 16,5 Mio. € erzielt worden. Der Umsatz lag in beiden Jahren praktisch gleichauf bei 210 Mio. €. Verantwortlich für die roten Zahlen ist der Rückzug des steirischen Unternehmens aus Tschechien und der Slowakei.

»In der Bilanz 2011/12 ist der größte Teil der Schließung aller Gigasport-Standorte in diesen beiden Märkten verpackt«, erklärt Vorstand Martin Wäg. Auch der Verlust 2012/13 wird noch auf diese Bereinigung zurückgeführt. »Die Mode hat sich dagegen ganz gut entwickelt«, so Wäg. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet das Familienunternehmen eine »rote Null«.


Nach dem Rückzug aus den zwei genannten Märkten ist der letzte verbliebene Auslandsmarkt für Gigasport Slowenien. Auch dort wies das Geschäft 2012/13 einen Verlust von 2 Mio. € aus. »Wir schauen uns Slowenien und die dortige Konjunkturentwicklung sehr genau an, und sicher nicht ganz ohne Sorgen« kommentiert Wäg. Es sei aber geplant, dort aktiv zu bleiben. Auch in Österreich gab es mit Jahreswechsel eine Schließung.

Nach gut 20 Jahren gab Gigasport seinen Standort am Stadtmarkt im Zentrum Dornbirns auf. Doch auch Expansionspläne gibt es: In Ried im Innkreis wird Kastner & Öhler 2015 ins neue Einkaufszentrum der SES einziehen. Und in Liezen will der Konzern Anfang 2016 in dem von der Rutter-Gruppe entwickelten neuen Einkaufszentrum sowohl mit K&Ö als auch mit Gigasport neu eröffnen.

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