Kastner & Öhler vs. Modepark Röther in Klagen...

Kastner & Öhler vs. Modepark Röther in Klagenfurt

Bernd Kammerer
Kastner & Öhler
Kastner & Öhler

Die Debatte um neue Einkaufszentren in Klagenfurt wird mit dem Modepark Röther wieder neu angeheizt.

Nachdem die Pläne um ein Einkaufszentrum im Stadtteil St. Ruprecht nach jahrelangem Anrainerwiderstand fallen gelassen wurden, kommt jetzt wieder frischer Wind in die Debatte: Stein des Anstoßes ist der Expansionswille des Modepark Röther, der nach Salzburg und Wiener Neustadt bereits 2017 seinen dritten Österreich-Standort eröffnen will. Und zwar eben genau hier in St. Ruprecht. Die Widmungen liegen seit Jahren vor, das Bauverfahren soll noch im Februar abgeschlossen sein. Abgesehen von verärgerten Anrainern, die bereits überlegen wieder Rechtsmittel zu ergreifen, stoßen die Baupläne des deutschen Modehauses auch heimischen Anbietern sauer auf.

K & Ö versus Modepark Röther

»Mit dem Modepark Röther zieht man erst recht die Kaufkraft aus der Innenstadt«, zeigt sich Martin Strutz, Sprecher von Kastner & Öhler verärgt. Auch die Grazer buhlen schon seit langem um eine Baugenehmigung in eben dieser Innenstadt  - und auch sie stoßen dabei auf lokalen Widerstand. Hintergrund hier ist das Vorhaben, eine 5.000 m² große Dependence in der Waagstraße, direkt neben den City Arkaden, zu eröffnen. Geplantes Investitionsvolumen 15 Millionen Euro inklusive 80 neuer Arbeitsplätze. Die alteingessenen Händler befürchten jedoch, dass durch den neuen Platzhirsch Kundenströme von ihren eigenen Geschäften weggelockt werden könnten, weshalb man mithilfe der Lokalpolitik versucht, das Projekt zu verhindern. Derzeit bemüht man sich, laut Kastner & Öhler, mit den Interessensgruppen eine gemeinsame Lösung zu finden – sollte diese ausbleiben, überlegen die Grazer ebenfalls an den Stadtrand auszuweichen. Wohin genau? - Das bleibt offen.
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