Karstadt vor Schließungswelle

Karstadt vor Schließungswelle

Karstadt
Oberpollinger in München
Oberpollinger in München

Den Häusern der von Rene Benko gekauften Kaufhauskette Karstadt droht eine wahre Schließungswelle.

Nun steht das Sanierungskonzept für Karstadt, das aber gar nicht rosig aussieht: eine Schließungswelle und ein Personalabbau von bis 3.400 Stellen stehen im Raum. Finanzvorstand von Karstadt, Michael Müllenbach, der das Unternehmen übergangsweise führt, präsentierte dem Aufsichtsrat nun das harte Sanierungskonzept.

Schließungswelle und Personalabbau

Das Sanierungskonzept für die bankrotte Warenhauskette Karstadt sieht vor allem die Schließung der unrentablen Häuser vor. Eine Schließungswelle von 30 bis 40 Häusern würde in der Folge aber auch einen Personalabbau von bis zu 3.400 der insgesamt 17.000 Stellen bei Karstadt bedeuten. Prompt gab es seitens der Arbeitnehmervertreter Kritik:

»Man kann operative Fehler und ausbleibenden Erfolg nicht ständig mit Personalabbau kompensieren«, betont Gesamtbetriebsratschef Hellmut Patzelt, der selbst einen Sitz im Aufsichtsrat hat.  

Karstadt ließ verlautbaren, dass das von Rene Benko neu formierte Kontrollgremium nun die Vorschläge prüfen werde und Verhandlungen mit den Beschäftigten anstehen. Bis zur kommenden Aufsichtsratsitzung am 23. Oktober werde auch an einer »geeigneten Besetzung und Struktur des Management-Teams« laboriert. Stefan Fanderl, enger Vertrauter von Rene Benko, ist ein heißer Kandidat im Rennen um die Position des Chefsessels.

Neue KaDeWe-Group

Unterdessen laufen große Pläne für die Perlen der KaDeWe-Häuser: das Oberpollinger in München, das Berliner KaDeWe und das Hamburger Alsterhaus. Sie gehören fortan zur neuen KaDeWe-Group und sollen allesamt von Karstadt vereinheitlicht werden (Schaufensterdesign, Produktsortiment). Für Karstadt seien Neueröffnungen unter dem Namen KaDeWe-Group sogar für Frankfurt am Main, Prag und Wien vorstellbar, so heißt es.    
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