Inflationsrate: Mode wird billiger
Inflationsrate

Mode wird billiger

Die Coronavirus-Krise drückt in mehreren Branchen die Preise. Neben Benzin wurde zuletzt vor allem Bekleidung billiger.

Die Coronavirus-Krise und sorgt in mehreren Branchen für negative Inflationsraten. Obwohl die allgemeine Inflationsrate im Juni im Jahresvergleich wieder auf 1,1 % angestiegen ist – im Mai betrug sie nur 0,7 % –, wurde Mode abermals billiger. Für Bekleidung und Schuhe bezahlten Konsumenten laut Statistik Austria im Juni durchschnittlich um 1,7 % weniger als im Vorjahresmonat. Bekleidungsartikel wurden dabei sogar um 2,3 % billiger, Schuhe um 0,6 %. Im Mai hatte der Rückgang der Preise für Mode sogar 2,7 % betragen.

Wohnen und Essen wird teurer

Noch stärker verbilligt haben sich die Statistik-Hauptgruppen Verkehr (- 3,1 %; die Treibstoffpreise sanken im Schnitt um 18,2 %) und Nachrichtenübermittlung (- 2,5 %; vor allem Mobiltelefone wurden billiger). Spürbare Preiserhöhungen gab es hingegen bei Nahrungsmitteln (+ 2,9 %) und im Bereich Wohnen (+ 2,3 %).

Warnung vor Abwärtsspirale

Im Mai hatte es mit nur + 0,7 % die niedrigste Inflationsrate seit sieben Jahren gegeben. Wirtschaftsforscher hatten daraufhin vor einer Abwärtsspirale gewarnt: Wenn Konsumenten davon ausgehen, dass die Preise weiter fallen, schieben sie Käufe tendenziell auf. Darunter würde die Wirtschaft dauerhaft leiden. Für Österreich rechnet die Nationalbank (OeNB) derzeit für 2020 mit einem Rückgang der Inflation auf 0,8 %. Damit steigen die Preise geringer als die Einkommen. Begünstigt wird so auch der Anstieg der Sparquote – was sich in Österreich in den letzten Monaten bereits deutlich beobachten ließ.

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