Hugo Boss: Umsatzentwicklung belastet

Hugo Boss: Umsatzentwicklung belastet

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Boss Store in Wien
Boss Store in Wien

Im dritten Quartal bleibt das operative Ergebnis hinter den Erwartungen zurück, das Umsatzwachstum fällt geringer aus als erwartet.

Nachdem Hugo Boss im Oktober aufgrund der anhaltenden gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten seine Finanzziele für das laufende Jahr angepasst hatte, werden nun die Zahlen für das dritte Quartal 2019 bekannt gegeben. Insgesamt lag der Konzernumsatz zwar mit 720 Mio. Euro währungsbereinigt auf Vorjahresniveau. Das operative Ergebnis (Ebit) verringerte sich jedoch um 13 % auf 80 Mio. Euro. Insbesondere schwächeln die Umsätze in Nordamerika, wo sie um 8 % unter dem Vorjahr liegen. Dort ging nicht nur die lokale Nachfrage, sondern auch die der Touristen zurück. In Asien/Pazifik stieg der Umsatz währungsbereinigt um 2 %. Konträr zu zweistelligen Zuwächsen auf dem chinesischen Festland beeinträchtigen die politischen Unruhen das Geschäft in Hongkong erheblich.

In Europa verzeichnen die Metzinger währungsbereinigt ein Plus von 2 %, jedoch entwickelten sich die Einzelmärkte auch hier unterschiedlich. Während sich die Umsätze in Großbritannien weiterhin positiv zeigen, verzeichnete das Deutschlandgeschäft einen Umsatzrückgang. Der eigene Einzelhandel verzeichnete im dritten Quartal einen währungsbereinigten Umsatzanstieg von 3 %. Auf vergleichbarer Fläche und währungsbereinigt stiegen die Einzelhandelsumsätze um 2 %. Während sich das Wachstum im eigenen Onlinegeschäft auf 36 % beschleunigte, lagen die Großhandelsumsätze unter dem Vorjahreswert. Das operative Ergebnis blieb hinter den Erwartungen zurück. Neben dem geringer als erwartet ausgefallenen Umsatzwachstum trugen hierzu auch höhere operative Aufwendungen bei. Das Management geht davon aus, dass der Konzernumsatz im Gesamtjahr 2019 auf währungsbereinigter Basis im niedrigen einstelligen Prozentbereich steigen wird.

»Das herausfordernde Marktumfeld zeigt, wie wichtig die Konzentration auf die Umsetzung unserer strategischen Prioritäten ist«, so Mark Langer, Vorstandsvorsitzender der Hugo Boss AG. »Gerade im eigenen Onlinevertrieb sowie im wichtigen Wachstumsmarkt China sehen wir die Erfolge bereits heute. Zudem arbeiten wir daran, unsere Profitabilität strukturell deutlich zu verbessern. Im wichtigen Schlussquartal wollen wir das operative Ergebnis wieder deutlich steigern.«

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