Hugo-Boss-Chef geht Ende September

Hugo-Boss-Chef geht Ende September

Hugo Boss
Der scheidende CEO Mark Langer und der neue COO Heiko Schäfer
Der scheidende CEO Mark Langer und der neue COO Heiko Schäfer

Wie zuletzt allgemein erwartet verabschiedet sich CEO Mark Langer von Hugo Boss. Aufgrund der aktuellen Notlage allerdings erst mit Ende September.

Der Vorstandsvorsitzende Mark Langer scheidet zum 30. September 2020 aus dem Vorstand der Hugo Boss AG aus. Darauf haben sich Langer und das Unternehmen im besten gegenseitigen Einvernehmen geeinigt, teilt der deutsche Modekonzern mit. Aufgrund der aktuellen Herausforderungen durch die Corona-Pandemie wird Langer dem Unternehmen auch nach dem 30. September 2020 bis zum Jahresende beratend und unterstützend zur Verfügung zu stehen. Langer war fast 18 Jahre in verschiedenen Funktionen im Unternehmen tätig, seit 2016 als CEO.

Nachfolgersuche

Der Aufsichtsrat werde sich unverzüglich der Suche nach einem Nachfolger widmen, heißt es. Seit 16. März wird der Hugo-Boss-Vorstand durch Heiko Schäfer, zuletzt CEO von Tom Tailor, verstärkt. Schäfer begann als COO bei Hugo Boss, Beobachter sahen schon zum Amtsantritt in ihm einen potenziellen Nachfolger für Langer.

Letzterer habe „das Unternehmen überaus erfolgreich restrukturiert und neu ausgerichtet“, sagt Michel Perraudin, Vorsitzender des Aufsichtsrats. Besonders viele Aktionäre haben das zuletzt anders gesehen, der Aktienkurs war zwischen 2015 und Anfang März – schon vor Verschärfung der Corona-Krise – um zwei Drittel eingebrochen.

Reaktionen auf CoVid-Krise

Derzeit hat Hugo Boss aufgrund der weltweit rasant voranschreitenden Ausbreitung von CoVid-19 einen Großteil der eigenen Geschäfte in Europa und Nordamerika vorübergehend geschlossen. „Der sich daraus ergebende negative Effekt auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung des Konzerns lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht quantifizieren“, teilte der HAKA-Anbieter in der Vorwoche mit. „Somit ist aktuell auch keine verlässliche Vorhersage der Geschäftsentwicklung im Jahr 2020 möglich.“ Als Reaktion wurden geplante Renovierungen sowie Neueröffnungen von Filialen bis auf weiteres ausgesetzt sowie der Bestandszufluss deutlich reduziert.

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