Hugo Boss bleibt hinter den Erwartungen

Hugo Boss bleibt hinter den Erwartungen

Hugo Boss
Hugo Boss Distributionszentrum Filderstadt
Hugo Boss Distributionszentrum Filderstadt

Der deutsche Konzern Hugo Boss bleibt nach den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres hinter den bisherigen Erwartungen.

Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von Hugo Boss werde um fünf bis sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr zulegen, hieß es von Seiten des Unternehmens. Bisher hatte Vorstandschef Claus-Dietrich Lahrs von einem hohen einstelligen Ergebniswachstum gesprochen.

Wachstum ließ nach

Das bislang gut laufende Geschäft in Europa trug maßgeblich zum Wachstum des Umsatzes von Hugo Boss im dritten Quartal bei: um 9 % auf 717 Millionen Euro. Insbesondere Amerika und Asien/Pazifik leisteten mit 11 % und 13 % ihren Anteil am Wachstum. Der bereinigte Umsatz im Einzelhandel (inklusive Outlets und E-Commerce) betrug 11 % mehr als im Vorjahr. Zugpferd waren hier die eignen Shops. Doch auch hier merkte man ein Stottern:

»In den vergangenen Wochen haben wir die schwache Branchenentwicklung in Europa und die Unsicherheiten in Asien verstärkt in der Geschäftsentwicklung gespürt«, gibt Claus-Dietrich Lahrs, Vorstandsvorsitzender der Hugo Boss AG an.

Die Umsatzprognose für das Gesamtjahr von Hugo Boss geht nun von einem währungsbereinigten Umsatzplus zwischen 6 % und 8 % aus. Im eigenen Einzelhandel rechnet das Unternehmen mit einem wiederholt zweistelligen Zuwachs, der Großhandel soll hingegen stabil bleiben.

Neue Stores und Investitionen

Hugo Boss plant aktuell insgesamt 50 Stores zu eröffnen (Übernahmen ausgenommen) und möchte auch einiges investieren. Summen in Höhe von 130 Millionen Euro sollen vor allem für die Ausweitung und Renovierung des eigenen Retail-Netzes aufgebracht werden.
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