Hugo Boss bestätigt Gewinnrückgang

Hugo Boss bestätigt Gewinnrückgang

Hugo Boss
Hugo Boss Menswear F/S 2018
Hugo Boss Menswear F/S 2018

Die neuen Zahlen von Hugo Boss zeigen einen Rückgang des operativen Gewinns um 22 %.. Der Quartalsumsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr nur um 1%. Anleger schrecken zurück.

Umbaukosten, Aufwendungen für die Digitalisierung wie auch Währungseffekte haben dem deutschen Modekonzern Hugo Boss im ersten Quartal zugesetzt. Beim Umsatz sah es noch halbwegs in Ordnung aus. So stieg der Konzernumsatz im ersten Quartal 2019 währungsbereinigt gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal um 1 %, hieß es in einer Mitteilung des Unternehmens. Bei den Retailumsätzen soll es auf vergleichbarer Fläche sogar einen Anstieg um 4 % gegeben haben. Während das Asiengeschäft (+ 4% ) und der Onlinehandel (+ 26% ) zulegten, war die Entwicklung in den USA und Kanada rückläufig. Die Anleger reagierten enttäuscht: Im frühen Handel bei Lang & Schwarz gaben die MDax-Titel um 3,7 Prozent nach.


Beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBIT) gab es einen Rückgang von 22 % auf 55 Mio. €.

Laut Hugo Boss liege der Rückgang vor allem an den »höhere[n] Aufwendungen in Verbindung mit Reorganisationsmaßnahmen« sowie den »höheren Marketingaufwendungen«. Trotz des operativen Gewinnrückgangs bekräftigte Vorstandschef Mark Langer seine Jahresziele. Neben Zuwächsen im Onlinehandel solle das im November aufgelegte Effizienzprogramm dem Modekonzern auf die Sprünge helfen, teilte das Unternehmen mit. »Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir unsere Ziele für das Gesamtjahr und darüber hinaus erreichen werden«, betonte Langer. Indes will man für das Gesamtjahr 2019 das EBIT »hoch einstellig« steigern. Gegenüber den Zahlen des 1. Quartals ist diese Prognose sehr ambitioniert, jedoch nicht unmöglich.

Von: APA / Márcia Neves, Redaktion ÖTZ 
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