Höchste Inflation seit 10 Jahren : Bekleidung...
Höchste Inflation seit 10 Jahren

Bekleidungspreise blieben auch 2021 stabil

Die Teuerungsrate ist so hoch wie lange nicht. Im Jahresschnitt 2021 legten die Preise um 2,8 % zu, in den letzten Monaten des Jahres sogar deutlich über 4 %. Am Bekleidungsmarkt war von Preissteigerungen hingegen (noch) nichts zu merken.

Energie, Treibstoffe, Wohnen und Restaurants waren die großen Preistreiber des Jahres 2021. Im Vergleich zu 2020 legten die Preise im Schnitt über alle Branchen um 2,8 % zu. Damit fiel der Anstieg fast doppelt so hoch aus wie in den vergangenen zwei Jahren. Zuletzt wurde 2011 mit + 3,4 % eine noch höhere Inflationsrate verzeichnet. Im Dezember 2021 betrug die Teuerung wie auch schon im November sogar 4,3 %. Ohne die stark gestiegenen Energie- und Treibstoffkosten wäre die Jahresinflation nur bei 1,8 % gelegen.

Nichts mitbekommen von steigenden Preisen hat man im Jahr 2021 in der Modebranche: In der Hauptgruppe Bekleidung und Schuhe lag die durchschnittliche Preissteigerung lediglich bei 0,7 %. Selbst zum Jahresende hin waren Artikel aus Bereich Mode nicht teurer als ein Jahr davor (Dez. 2021 vgl. mit Dez. 2020: + 0,2 %; Nov. 2021 zu Nov. 2020: - 0,6 %). Nur in der Hauptgruppe Nachrichtenübermittlung, die traditionell sogar von sinkenden Preisen gekennzeichnet ist, war der Preisauftrieb geringer.

Deckungsgleich ist die Situation im Mittelfristvergleich: Wurde der durchschnittliche Warenkorb in Österreich seit dem Jahr 2015 um 11,2 % teurer, stiegen die Preise im Bereich Bekleidung und Schuhe lediglich um 4,2 %. Zum Vergleich: Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke wurden im gleichen Zeitraum um 10,0 % teurer, Restaurants und Hotels sogar um 20,3 %.

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