H&M verfehlt eigene Ziele
Philipp Lipiarski
Re-Opening des H&M Flagship Stores auf der Wiener Kärntner Straße
Re-Opening des H&M Flagship Stores auf der Wiener Kärntner Straße

Um sieben 7 % konnte H&M seine Nettoerlöse in den ersten neun Monaten des aktuellen Geschäftsjahres steigern. Das gesetzte Ziel von 10 bis 15 % wurde damit verfehlt.

Die schwedische Modehandelskette H&M feiert heuer ihren 70. Geburtstag. Mit dem aktuellen Geschäftsgang kann die Gruppe im Jubiläumsjahr aber nicht zufrieden sein. Ziel sei es, den Gruppenumsatz in lokalen Währungen jedes Jahr um 10 bis 15 % zu steigern, so Karl-Johan Persson, CEO der H&M Group, bei Präsentation der aktuellen Geschäftsergebnisse für die ersten neun Monate des aktuellen Geschäftsjahres (1. Dezember 2016 bis 31. August 2017).

Konkret konnte das Unternehmen die Nettoerlöse in dieser Periode um 7 % auf 149,6 Mrd. SEK (15,62 Mrd. €) steigern. In lokalen Währungen betrug der Zuwachs 4 %. Persson wies auf den starken Umbruch hin, in dem sich die Modebranche gerade befindet. H&M mache aber online große Fortschritte. Bereits 25 bis 30 Prozent der Umsätze erziele die Gruppe im Web. Gleichzeitig versucht sich die Gruppe stationär unabhängiger von der Billigschiene zu machen. Dies soll mit der neuen Konzernmarke »Arket« gelingen. In London, Brüssel und Kopenhagen haben Arket-Läden bereits geöffnet. Das Angebot richtet sich an Käufer, die keine Lust mehr auf trendgetriebenes und schnelles Shoppen haben. Arket bietet vielmehr »Slow Fashion«, die aber deutlich mehr kostet. Im Oktober will die schwedische Modehandelskette in München ein neues Arket-Geschäft eröffnen.

Derzeit betreibt H&M insgesamt 4553 Filialen. In Österreich gibt es derzeit 77 H&M Stores, fünf Cos Stores, einen Monki Store und einen Weekday-Standort.
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