H&M-Quartalszahlen unter Corona-Einfluss

H&M-Quartalszahlen unter Corona-Einfluss

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Bereits gestern musste H&M seine Stores in 13 europäischen Ländern geschlossen halten. Da war die behördliche Einstellung des Handels in Deutschland und der Schweiz noch gar nicht bekannt.
Bereits gestern musste H&M seine Stores in 13 europäischen Ländern geschlossen halten. Da war die behördliche Einstellung des Handels in Deutschland und der Schweiz noch gar nicht bekannt.

Die gestrige Aussendung zu den jüngsten Quartalszahlen von H&M zeigt das riesige Ausmaß der Misere, in der sich die gesamte Modebranche derzeit weltweit befindet.

Dabei ist H&M in der Verkaufsperiode von 1. Dezember bis 29. Februar noch halbwegs glimpflich davongekommen. In der zu Beginn hauptbetroffenen Region China verzeichneten die Schweden von 1. Dezember bis 23. Jänner noch ein starkes Umsatzwachstum von 27 %. Doch nach dem rasanten Ausbruch der Corona-Epidemie musst die Gruppe die Mehrzahl ihrer Stores im Reich der Mitte schließen. Zum Höhepunkt waren 334 der 518 H&M-Filialen geschlossen. Insgesamt ging sich für das gesamte Quartal dann nur noch ein Umsatzminus von 24 % in China aus. Auch in benachbarten Regionen wie Hongkong, Singapur, Macao, Japan und Taiwan kam es zu Umsatzrückgängen. Sieht man von diesen Märkten ab, berichtet H&M für das Quartal noch eine Umsatzsteigerung von 7 %. In Summe wuchsen die Konzernumsätze in regionalen Währungen um 5 %.

Schließungen in ganz Europa

Heute sieht es völlig anders aus. Das Zentrum der Epidemie hat sich nach Europa verlagert. „Die Situation ändert sich in jedem Land rapide“, teilt der Modekonzern mit. „Aufgrund der Entscheidungen der Behörden sind alle Stores in Italien seit Tagen vorübergehend geschlossen. Am Wochenende wurden die temporären Schließungen auf Polen, Spanien, Tschechien, Bulgarien, Belgien, Frankreich und Teile Griechenlands ausgeweitet. Seit Montag sind alle Stores der Gruppe in Österreich, Luxemburg, Bosnien-Herzegowina, Slowenien und Kasachstan geschlossen. Der Online-Store ist offen.“ Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung am Montag Morgen war noch gar nicht bekannt, dass im Laufe des Tages noch weitere wichtige H&M-Märkte wie Deutschland und die Schweiz die vorübergehende Einstellung der meisten Einzelhandels-Aktivitäten anordnen würden.

Immerhin: „In China haben die Umsätze begonnen, sich wieder zu erholen, da sich die Situation im Land verbessert hat.“ Außerdem heißt es von H&M: „Die höchste Priorität hat für uns derzeit die Sicherheit unserer Beschäftigten und Kunden.“

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