H&M launcht neues Multilabel-Konzept

H&M launcht neues Multilabel-Konzept

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H&M Store in Miami
H&M Store in Miami

Der schwedische Moderiese H&M launcht mit Herbst 2017 das Multilabel-Shopkonzept Arket mit integrierten Cafés.

Ein Buchstabe fehlt: »Arket« heißt die neue Marke von H&M. Der erste Arket Store der H&M-Gruppe wird im Herbst dieses Jahres an der Londoner Regent Street eröffnet, weitere Standorte in Brüssel, Kopenhagen und München sind bereits fixiert, ebenfalls im Herbst wird der Online Store für 18 europäische Märkte ans Netz gehen. Anklänge an das englische Wort »Market« sind durchaus beabsichtigt. Denn Arket-Stores sollen laut Pressemitteilung »moderne Märkte« sein, »essentielle Produkte für Männer, Frauen, Kinder und den Haushalt« anbieten, und zwar sowohl aus einer eigenen Kollektion als auch Highlights von anderen Marken.

Hybrid-Stores mit Café

Wichtiger Bestandteil der Stores soll außerdem ein Café mit gesunder, nordischer Küche sein, so es das Ladenlokal erlaubt. CEO Karl-Johan Persson sieht bei der nunmehr bereits achten Marke im Konzernportfolio einen »Fokus auf Qualität« und beschreibt die Designs als »einfach, zeitlos und funktionell.« Preislich liege das neue Label leicht über H&M. »Die Marken-DNA von Arket steht für Zeitlosigkeit, Frische, Qualität und Wärme«, zitiert die Website Business of Fashion Ulrika Bernhardtz, Kreativdirektorin von Arket.

1. Quartal 2016/17 wenig erfreulich

Zeitgleich hat H&M die Geschäftsergebnisse für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2016/17 (Dez. bis Feb.) bekanntgegeben. Und die sind nicht besonders erfreulich: In lokalen Währungen konnte die Unternehmensgruppe ihre Umsätze nur um 4 % steigern. In Österreich musste H&M sogar ein Umsatzminus von 2 % auf 60 Mio. € wegstecken. Aufgrund von Wechselkursschwankungen konnte in der Konzernwährung Schwedische Krone ein Plus von 8 % auf 47 Mrd. SEK, umgerechnet 4,9 Mrd. €, erzielt werden. »Die Marktbedingungen für den Modehandel waren in vielen unserer größten Märkte in Zentral- und Südeuropa sowie in den USA sehr schwierig«, kommentiert Persson. Im Februar ging der Umsatz konzernweit sogar zum ersten Mal seit einigen Jahren leicht zurück (-1 %). Der Quartalsgewinn sank um 3,5 % auf 257 Mio. €.

Hoher Lagerstand

Unerfreulich auch die Entwicklung des Lagerstands. Dieser liegt per 29. Februar 2017 um 30 % höher als ein Jahr zuvor. Um das Wachstum wieder zu beschleunigen arbeitet H&M an Verbesserungen im Bereich Beschaffung und Logistik. »Wir müssen noch schneller und flexibler werden«, erklärt der CEO. In Märkten mit unterdurchschnittlicher Performance sollen außerdem Läden geschlossen werden. So ist die Zahl der Stores etwa in Deutschland, Frankreich und Schweden seit dem Beginn des Geschäftsjahres leicht gesunken.
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