H&M büßt an Gewinn ein

H&M büßt an Gewinn ein

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H&M x Kenzo, Amy Sall un Juliana Huxtable
H&M x Kenzo, Amy Sall un Juliana Huxtable

Der Start in die Herbstsaison verlief auch für den Branchenriesen H&M laut Konzernchef Karl-Johan Persson »herausfordernd«.

Schleppende Verkäufe in der zweiten Augusthälfte hätten dazu geführt, dass der Lagerstand von H&M per 31. August 2016 um 24 % höher als ein Jahr zuvor gewesen sei. Im September gab es dann für den Konzern, der expansionsbedingt weit höhere Wachstumsraten gewöhnt ist, auch nur ein mageres Umsatzplus von 1 %. Das dritte Quartal des Geschäftsjahres (Juni bis August) verlief in Summe mit +8 % jedoch auf der Umsatzseite recht erfreulich. Nach drei Quartalen liegt die Modegruppe kumuliert bei einem Nettoumsatz von umgerechnet 14,5 Mrd. € (+5 %). Der Gewinn nach Steuern sank deutlich um 17 % auf 1,3 Mrd. €. Die operative Marge ist damit von 15,0 % auf das immer noch beachtliche Niveau von 11,8 % nach unten gerasselt.

Zu schaffen gemacht haben den Schweden einerseits höhere Abschriften v. a. auf Frühjahrsware, andererseits gestiegene Beschaffungskosten aufgrund des starken Dollar-Kurses. Persson weist aber auch auf Investitionen in die Zukunft hin, die bereits seit Jahren den Gewinn belasten würden, jedoch »eine solide Basis für nachhaltiges und profitables Wachstum« geschaffen hätten.

Zwei neue Brands in der Pipeline

Allen voran kündigt der H&M-CEO an, dass der Konzern nächstes Jahr »ein oder zwei neue Brands launchen« werde. Weiters wolle man das Einkaufserlebnis für die Kunden weiter verbessern, u. a. durch eine stärkere Verzahnung von Stores und dem Online-Geschäft, durch erweiterte und schnellere Liefermöglichkeiten sowie mobile Zahlungsangebote. Auf IT-Seite werde u. a. an verbesserter Datenanalyse sowie an einigen RFID-Initiativen gearbeitet. Und auch auf Sortimentsseite habe man einige Bereiche identifiziert, bei denen es Verbesserungspotenzial gebe, so Persson.

In Österreich sind die Umsätze im 3. Quartal um 5 % gewachsen, in den ersten neun Monaten betrug das Plus 4 % auf 418,4 Mio. € - bei drei Neueröffnungen.
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