Maskenpflicht: Handelsobmann drängt auf Lock...
Maskenpflicht

Handelsobmann drängt auf Lockerung der Maskenpflicht

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Download von www.picturedesk.com am 19.05.2020 (10:43). Public life in times of the coronavirus pandemic on April 29, 2020 in Munich. Pedestrian zone Neuhauser Strasse, Kaufinger Strasse. A decorator stands in the window of a fashion store - a couple walks by in front of the window. Mouth-nose protection, mask, masks, protective mask, face mask, community mask. | usage worldwide - 20200429_PD5589
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Die Kundenfrequenzen in den Innenstädten sind auch nach der Öffnung der Gastronomie nur halb so hoch wie üblich. Bei der Liquiditätshilfe fordert WK-Sprecher Peter Buchmüller mehr Tempo ein.

Zumindest in den ersten Tagen hat auch die Öffnung der Gastronomie nach zwei Monaten Corona-Pause noch nicht den erhofften Schwung bei den Einzelhändlern gebracht. Die Kundenfrequenz in den Städten und Einkaufsstraßen sei Freitag und Samstag »unter den Erwartungen geblieben«, sagte WKÖ-Handelsobmann Peter Buchmüller. In den städtischen Einkaufsstraßen, die stark vom Tourismus abhängen, sei die Kundenfrequenz noch 40 bis 60 % unter der sonst üblichen gelegen. In den Einkaufszentren sei die Frequenz hingegen besser gewesen. »Der Lebensmittelhandel läuft weiterhin sehr gut. Für die anderen Händler gibt es noch sehr viel Luft nach oben«, so der Wirtschaftskammervertreter. Die Grenzschließungen und fehlenden Touristen, die Maskenpflicht und sinkende Kaufkraft würden die Umsätze im Handel bremsen. »Die Grenzöffnungen werden sicher einen zusätzlichen Schwung bringen«, glaubt Buchmüller.

Masken nur noch freiwillig?

Wie der Handelssprecher bestätigt, mehren sich die Stimmen gegen die Maskenpflicht. Sowohl die Konsumenten als auch das Verkaufspersonal, das die Masken ganztägig tragen muss, würden sich zunehmend beschweren, sagte der Handelsobmann gestern gegenüber dem »Kurier«. Um die Belastungen für das Personal zu minimieren und die Kauflust der Konsumenten wieder anzukurbeln, müsse sich die Politik »demnächst etwas einfallen lassen«, drängt Buchmüller. Er kann sich etwa vorstellen, dass das Maskentragen für die Kunden nicht mehr verpflichtend ist, sondern auf freiwilliger Basis.
Auch für das Verkaufspersonal, besonders in beratungsintensiven Branchen wie dem Mode- oder Sportartikelhandel, sei die Maskenpflicht »schön langsam nicht mehr zuzumuten«. Durch die Hygiene-Regelung, Abstandsmarkierungen oder Plexiglas-Lösungen an der Kassa gebe es ohnehin zusätzliche Schutzmaßnahmen gegen die Ansteckungsgefahr.

Liquiditätshilfe kommt nicht bei Betrieben an

Oberstes Ziel sei aber nach wie vor, die Zahlungsfähigkeit der Betriebe zu gewährleisten. »Die Liquidität ist jetzt das Um und Auf. Deshalb müssen die Mittel, die im Corona-Hilfsfonds zur Verfügung stehen, so schnell wie möglich bei den Unternehmern ankommen«, fordert Peter Buchmüller, der zuletzt als designierter Präsident der Wirtschaftskammer Salzburg vorgestellt wurde. Gleiches gelte für das Kurzarbeitsgeld.

Christoph Bründl, Sportartikelhändler und zugleich Obmann des Landesgremiums Salzburg des Handels mit Mode und Freizeitartikeln, geht davon aus, dass ein Drittel aller Händler ohne Liquiditätssicherung in die Pleite stürzen werde. »Die Regierung hat bisher nicht geliefert. Die Rettungsweste, die Sauerstoffflasche heißt aber Liquidität. Sie muss jetzt kommen. In zwei Monaten ist es zu spät.« Bründl verwies dabei auf die Schweiz, wo das Geld binnen eines Tages geflossen sei.

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