Halbjahreszahlen : Für Ahlers ist die Krise n...
Halbjahreszahlen

Für Ahlers ist die Krise noch nicht vorbei

Ahlers

Die Ahlers-Gruppe liegt beim Umsatz weiterhin ein ganzes Stück hinter 2019. Das operative Ergebnis hat sich zwar wieder deutlich verbessert, doch geringere Sondererträge aus Staatshilfen sorgen für einen Millionenverlust.

Licht und Schatten zeigt die Halbjahresbilanz der Ahlers-Gruppe (Baldessarini, Pierre Cardin, Otto Kern und Pioneer). Zwar konnte der Umsatz im Zeitraum Dezember 2021 bis Mai 2022 gegenüber dem Vorjahr um klare 35,4 % auf 80,2 Mio. € gesteigert werden, dieser Umsatzanstieg lag jedoch unter den Erwartungen. Vor der Krise hatte die entsprechende Umsatzzahl noch bei 105,3 Mio. € gelegen. Interessant: Der E-Commerce-Anteil ist von 14,4 % des Gesamtumsatzes im Vorjahr wieder auf 8,6 % zurückgegangen (2019: 5,6 %).


Der EBIT-Verlust vor Sondereffekten halbierte sich von - 12,9 Mio. € auf nunmehr - 6,3 Mio. € (per 31. Mai 2019: - 1,4 Mio. €). Das Konzernergebnis hat sich aufgrund deutlich geringerer Sondererträge aus staatlichen Überbrückungshilfen hingegen deutlich verschlechtert und liegt nun bei - 6,0 Mio. € (2021: - 4,1 Mio. €; 2019: - 1,7 Mio. €).

Gründe für die schleppende Erholung

In der Pressemitteilung zum Halbjahresbericht spricht Ahlers von einer »allgemeinen Kaufzurückhaltung ausgelöst durch den Kriegsbeginn Ende Februar 2022 in der Ukraine sowie der damit einhergehenden massiven Verteuerung von Energie«. Darüber hinaus sei durch die Lieferkettenproblematik Ware erst zu spät in die Regale gekommen. Trotzdem konnte die Nettofinanzverschuldung reduziert werden, und die Eigenkapitalquote lag per 31. Mai 2022 bei weiterhin soliden 42,9 % (VJ: 47,2 %).

Verlust prognostiziert

Aufgrund einer, wie es heißt, »erfreulich abgeschlossenen Vororder für Herbst/Winter 2022« wird auch die Umsatzprognose für das Gesamtjahr weiter aufrecht gehalten – unter den einschränkenden Voraussetzungen dass »die Lieferzeiten annähernd eingehalten werden können« und dass im Herbst keine weiteren Corona-Maßnahmen ergriffen werden müssen. Erwartet wird somit ein Konzernumsatz von etwa 180 Mio. € – das wäre ein Wachstum um knapp 40 Mio. € gegenüber dem Vorjahr. Im Ergebnis wird in etwa ein Jahresverlust in Höhe von 5 Mio. € erwartet.

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