Halbjahresbilanz: Inditex verliert gutes Drit...
Halbjahresbilanz

Inditex verliert gutes Drittel des Umsatzes

Inditex
Auch der Zara-Store in Brüssel ist derzeit geschlossen.
Auch der Zara-Store in Brüssel ist derzeit geschlossen.

Trotz weiterhin massiver Umsatzverluste ist die Mutter von Zara, Massimo Dutti, Bershka & Co. schon im zweiten Quartal (per Ende Juli) wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt.
Der spanische Modekonzern Inditex hat die Coronakrise im abgelaufenen Geschäftsquartal (Mai bis Juli) etwas hinter sich gelassen und ist in die Gewinnzone zurückgekehrt. Nachdem die Zara-Mutter im ersten Quartal des Geschäftsjahres wegen der Pandemie und Rückstellungen für den Konzernumbau erstmals seit Jahren in die roten Zahlen gerutscht war, entspannte sich die Situation bis Ende Juli leicht.
Zwar gaben die Umsätze im zweiten Quartal im Jahresvergleich immer noch um 31 % auf 4,7 Mrd. € nach. Gegenüber dem Minus von 44 % im ersten Quartal ist das freilich ein Fortschritt. Insgesamt sanken die Umsätze im 1. Halbjahr um 37 % auf rund 8 Mrd. €.
Der Nettogewinn lag im zweiten Quartal trotz des stark rückläufigen Umsatzes bereits wieder bei 214 Mio. €. Ein Jahr zuvor hatte der größte Modehändler der Welt allerdings noch ein Plus von 816 Mio. € erwirtschaftet. Berücksichtigt man den Verlust von 409 Mio. € im ersten Quartal, bleibt die Halbjahresbilanz mit - 195 Mio. € rot gefärbt.

Eine Million Online-Bestellungen pro Tag

Dass die Ergebniszahlen nicht schlechter ausfielen, verdankt Inditex seinem flexiblen Geschäftsmodell. Denn die Bruttomarge blieb im Vorjahresvergleich mit 65,2 % (1. HJ 2019: 56,2 %) nahezu konstant. Der Lagerstand konnte sogar um 19 % reduziert werden. Und die operativen Kosten wurden um 21 % zurückgefahren.
Weiterer Lichtblick: Die Erlöse im Online-Handel konnten im ersten Halbjahr um 74 % zulegen. Erstmals sei auch die Schwelle von 1 Mio. Bestellungen pro Tag überschritten worden.

Auch August deutlich unter Vorjahr

Zuletzt hatte sich die Geschäftstätigkeit weiter belebt: In den Wochen zwischen dem 1. August und dem 6. September lagen die Gesamterlöse nur noch um 11 % unter dem Vorjahr. Mittlerweile haben 98 % der Geschäfte wieder geöffnet, in vielen Märkten bleiben jedoch noch Einschränkungen bestehen, etwa bei den Öffnungszeiten, heißt es.
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