Gucci, Saint Laurent, Bottega Veneta: Auch Ke...
Gucci, Saint Laurent, Bottega Veneta

Auch Kering-Gruppe meldet Rekordzahlen

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Der Gucci-Store am Wiener Kohlmarkt
Der Gucci-Store am Wiener Kohlmarkt

Der Luxusmarkt läuft: Auch die Gucci-Mutter Kering verzeichnete im Vorjahr einen deutlichen Umsatz- und Gewinnsprung. Die Zahlen liegen sogar zweistellig über dem Vorkrisenjahr 2019.

Der Luxusmarkt läuft: Wie schon Wettbewerber LVMH meldet auch der zweite große französische Luxusmodekonzern für das Geschäftsjahr 2021 Rekordzahlen. Die Franzosen übertrafen dabei nicht nur das durch Corona belastete Jahr 2020, sie toppten auch die Zahlen des Vorkrisenjahres 2019 klar.
Gegenüber 2020 stieg der Umsatz der Luxusgruppe um gut ein Drittel (+ 34,7 %) auf 17,6 Mrd. €. Gegenüber 2019 bedeutet das ein Plus von 11 %.


Auch beim Gewinn stellte Kering neue Rekorde auf. Unter dem Strich stand ein Nettogewinn von knapp 3,4 Mrd. €. Das sind gut 70 % mehr als im Vorjahr und fast 5 % mehr als 2019.

Hauptmarke Gucci unterdurchschnittlich

Dabei schnitt gerade die Hauptmarke Gucci, die 2021 durch ihr 100-Jahr-Jubiläum und den Film House of Gucci besonders in der öffentlichen Wahrnehmung stand, mit einem Wachstum um 30,8 % unterdurchschnittlich ab. Mit einem Umsatz von 9,7 Mrd. € konnte sie auch das Vorkrisenniveau »nur« um 1 % toppen. Mit verantwortlich für das vergleichsweise bescheidene Abschneiden war auch eine Änderung in der Vertriebsstrategie. So wurde der Wholesale der italienischen Marke mit dem Ziel einer »exklusiveren Distribution« in den letzten beiden Jahren um gleich 39 % gekappt.

Besonders gut entwickelt hat sich hingegen Saint Laurent. Die zweitgrößte Brand des Hauses konnte sich gegenüber 2020 um 44,5 % und gegenüber 2019 um 23 % auf 2,5 Mrd. € steigern. Auch Bottega Veneta erzielte bemerkenswerte Wachstumsraten (+ 24 % bzw. + 32 % auf 1,5 Mrd. €). Ebenso wird im Jahresbericht auf die »exzellente Performance« der Marken Balenciaga und Alexander McQueen hingewiesen, ohne konkrete Zahlen zu nennen.

Dementsprechend erfreut zeigt sich Kering-CEO François-Henri Pinault: »Alle unsere Häuser sind stärker als je zuvor, und wir sind zuversichtlich, dass wir die Entwicklung des letzten Jahres auch 2022 und in den kommenden Jahren fortsetzen werden«, lautet sein Kommentar.

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