Gewinnzahlen von Gerry Weber sinken

Gewinnzahlen von Gerry Weber sinken

GERRY WEBER - (von l. nach r.: Ralf Weber, David Frink, Gerhard Weber, Arnd Buchardt)
© GERRY WEBER - (von l. nach r.: Ralf Weber, David Frink, Gerhard Weber, Arnd Buchardt)
© GERRY WEBER - (von l. nach r.: Ralf Weber, David Frink, Gerhard Weber, Arnd Buchardt)

DOB-Gigant Gerry Weber spürt langsam aber sicher Gegenwind.

Gleich zwei Mal korrigierte Gerry Weber im Vorjahr die Umsatz- und Ergebnisprognosen nach unten. Die aktuellen, vorläufigen Zahlen bestätigen die Vorsicht. Demnach stieg der Konzernumsatz im Geschäftsjahr 2012/13 (per Ende Okt.) um 6,2 % auf 852 Mio. €.

»Der Umsatzanstieg basiert vor allem auf dem Ausbau des eigenen Retailgeschäftes im In- und Ausland«, heißt es dazu von Gerry Weber. Flächenbereinigt dürfte es somit kein Wachstum gegeben haben, ebenso wenig im Wholesale.

Das operative Ergebnis EBIT sank um 8,7 % auf 105,8 Mio. €. Als Hauptgrund hierfür nennt der Konzern die »schwierigen wetterbedingten Rahmenbedingungen, insbesondere im Frühjahr/Sommer 2013«.

Der Anteil des Retailgeschäfts am Konzernumsatz erhöhte sich auf 42,7 %, der Wholesale ist also immer noch die wichtigste Säule von Gerry Weber. Die seit 2011 eröffneten eigenen Geschäfte hätten sich »langsamer als erwartet« entwickelt und »trugen nicht die geplanten Umsätze und Erträge zum Gruppenerfolg bei«, heißt es in einer Pressemitteilung.

Für das neue Geschäftsjahr gibt sich das Unternehmen von Beginn an bescheidener und legt sich die Latte tiefer als zuletzt. »Auf mindestens 900 Millionen €«, also um »mindestens 5,6 %« sollen die Umsätze im neuen Geschäftsjahr steigen, das EBIT soll bei »mindestens 120 Mio. €« zu liegen kommen. Auch 2014 will Gerry Weber das Wachstum in erster Linie durch Expansion erreichen: Insgesamt sollen rund 70 neue Retailgeschäfte entstehen.

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