Gerry Weber: Verlust nur leicht verringert

Gerry Weber: Verlust nur leicht verringert

Samoon
Samoon F/S 2018
Samoon F/S 2018

Der deutsche Modekonzern konnte seinen Verlust im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2016/17 nur leicht verbessern – auf 5,1 Mio. EUR.

Im dritten Quartal musste Gerry Weber einen Verlust in Höhe von 5,1 Mio. EUR hinnehmen (Vorjahreszeitraum: 6,9 Mio. EUR). Vor allem hohe Rabatte auf alte Warenbestände führten zu den Zahlen. Trotz der bereits vollständigen Umsetzung des Neuausrichtungsprogramms FIT4GROWTH innerhalb des geplanten Zeitraums, sei es laut Ralf Weber, Vorstandsvorsitzender der Gerry Weber International AG, nicht gelungen, »die Ergebnissituation deutlich zu verbessern. Dies ist vor allem auf die Anpassung des Warenmanagements sowohl bei Hallhuber als auch im Core-Bereich zurückzuführen.« Der Umsatz ging von 195 Mio. EUR auf 192 Mio. EUR zurück.

Hallhuber wächst wieder


Nachwievor das Zugpferd von Gerry Weber ist Tochter Hallhuber. Nach -0,9 % im ersten Quartal 2016/17 und +4,1 % im zweiten Quartal, stieg der Umsatz von Hallhuber im dritten Quartal um 13,9 % und betrug somit nach neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres 140,8 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: 133,6 Mio. EUR). Um Überbeständen am Ende einer Saison vorzubeugen und die Rohertragsmarge zu verbessern, wurde im Verlauf des gesamten ersten Halbjahres 2016/17 durchschnittlich etwa 25 % weniger Ware auf die Hallhuber-Verkaufsflächen geliefert. Da die Bestände erst wieder ab Juli 2017 auf dem Vorjahresniveau lagen, rechnet Gerry Weber erst ab dem vierten Quartal mit einer gänzlichen Normalisierung des Hallhuber-Umsatzes auf vergleichbarer Fläche bei verbesserter Rohertragsmarge. Aufgrund von der Eröffnung insgesamt 34 neuer Verkaufsflächen, stiegen die operativen Kosten, weshalb Hallhuber unter Einberechnung von Abschreibungen weiterhin ein negatives operatives Ergebnis am Ende des dritten Quartals 2016/17 ausweisen musste: Der operative Verlustausweis belief sich auf 4,4 Mio. EUR durch Abschreibungen im Rahmen der Kaufpreisallokation in Höhe von 4,9 Mio. EUR. Das bereinigte EBIT betrug nun 0,7 Mio. EUR.

Gerry Weber Core-Marken

Die Gerry Weber Kernmarken (Gerry Weber, Taifun und Samoon) trugen nach den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2016/17 479,4 Mio. EUR zum Konzernumsatz bei (Vorjahreszeitraum: 504,8 Mio. EUR). Beeinflusst wurden diese Zahlen vor allem durch die Schließung von 88 Verkaufsflächen im Vergleich zum Ende des dritten Quartals im Vorjahr sowie durch das negative Marktumfeld, was zu einer Reduzierung der Retail-Umsätze von 2,5 % führte.

Sanierungsmaßnahmen schlagen an


Laut der Gerry Weber AG zeigt ihr hauseigenes Sanierungsprogramm bereits positive Ergebnisse: So sank etwa der Umsatz in den ersten neun Monaten »nur« um 2,9 % auf 620 Mio. EUR, womit man sich besser als der übrige deutsche Modeeinzelhandel entwickelt habe, der im Vergleichszeitraum ein Minus von 3,3 % hinnehmen musste. Vor allem das 9-Monats-Plus von Hallhuber in Höhe von 5 % verhalf dem deutschen Konzern hier zu besseren Zahlen.

Die Jahresprognose für 2016/17 bestätigte die Gerry Weber AG nun: Man rechnet mit einem Umsatz von 2 bis 4 % weniger als im Vorjahr. Das operative Ergebnis EBIT wird sich voraussichtlich auf 10 bis 20 Mio. EUR belaufen.
Samoon F/S 2018
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Gerry Weber Collection F/S 2018
Gerry Weber
Gerry Weber Collection F/S 2018
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