German Fashion: Österreich bleibt zweitwichti...

German Fashion: Österreich bleibt zweitwichtigster Exportmarkt

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Verbandspräsident Gerd Oliver Seidensticker © Seidensticker
Verbandspräsident Gerd Oliver Seidensticker © Seidensticker

Die deutsche Modeindustrie verlor 2018 4,4 % ihres Umsatzes, schlug sich im Export aber sehr gut.

Für die deutsche Modeindustrie war 2018 ein schwieriges Jahr. Die Gesamtumsätze der Branche rasselten laut dem Modeverband GermanFashion um 4,4 % auf rund 11 Mrd. € nach unten. Dabei wurde ein noch größeres Minus von den sehr guten Exportzahlen verhindert. So stieg das Exportvolumen der deutschen Bekleidungsindustrie um 9 %, vor allem dank der Zuwächse, die im Handel mit der Schweiz und Polen erzielt wurden. »Wir gehen zwar davon aus, dass sich der Minus-Trend im Umsatz 2019 verlangsamt, ein Wachstum erwarten wir jedoch nicht«, beschreibt Verbandspräsident Gerd Oliver Seidensticker die angespannte wirtschaftliche Situation.

Exportstatistik

Wichtigster Exportmarkt bleibt die Schweiz mit Ausfuhren in der Höhe von 2,9 Mrd. €, gefolgt von Österreich mit 2,4 Mrd. €. Doch während die Exporte in die Schweiz im Vorjahresvergleich um 9,4 % gesteigert werden konnten, gab es im Handel mit Österreich ein leichtes Minus von 0,4 %. Hervorragend die Erfolge im Export nach Polen, der um 81,3 % auf 2,3 Mrd. € gesteigert werden konnte. Polen rückte damit von Rang 5 (2017) auf Rang 3 vor. Deutlich zulegen konnten – wenngleich auf niedrigerer Basis – auch die Ausfuhren nach Tschechien (+ 19,8 % auf 544,4 Mio. €) und Russland (+ 15,0 % auf 518,1 Mio. €).

Die Bekleidungsimporte aus Österreich blieben stabil bei 195,3 Mio. €. Weiterhin weitaus wichtigstes Importland bleibt China mit 8,1 Mrd. € (- 4,4 %). Bangladesch legte auf Rang 2 um 9,6 % auf 5,5 Mrd. € zu.
Marina Hoermanseder Show Berlin Fashion Week ©Apa Picturedesk
Dominika Zarzycka
Marina Hoermanseder Show Berlin Fashion Week ©Apa Picturedesk
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