Gelco stellt Geschäftsbetrieb ein

Gelco stellt Geschäftsbetrieb ein

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Gelco Store
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Das Unternehmen Gelco wird seinen Geschäftsbetrieb per Ende Juli 2016 einstellen.

Die Nachricht über das Ende von Gelco hatte der geschäftsführende Gesellschafter, Dirk Dreier, vergangenen Freitag bekannt gegeben. Der DOB-Filialist Biba, ebenfalls ein Tochterunternehmen der Dreier Holding, wird allerdings nicht aufgegeben. Die bei Gelco eingelangten Order-Aufträge für die Saison F/S 2016 sollen noch ausgeliefert werden, heißt es in einer Aussendung.

Unüberwindbare Hindernisse

Die Entscheidung der Einstellung des Geschäftsbetriebs begründet Gelco mit einem erheblichen Marktnachteil gegenüber großen Handelsketten, einer massiven Ausweitung von Verkaufsfläche und einer gesunkenen Kundenfrequenz, begründet durch ein Überangebot an Kleidung und stark sinkenden Margen. Zudem nennt Gelco auch die wirtschaftlichen Krisen in Südeuropa und Osteuropa sowie die Handelsumsätze, die immer mehr in den E-Commerce abwandeln. Vor diesem Hintergrund würden sich die Investitionen in den Strategiewechsel von Gelco, der zur Jahrtausendwende initiiert worden war, nicht rechnen.

Somit haben die Gesellschafter des Modeunternehmens nun nach langen Überlegungen entschieden, den Geschäftsbetrieb 2016 einzustellen. Bis zuletzt noch hatte Gelco sich bemüht, einen Investor für das marode Unternehmen zu finden.

»Wir bedauern die Entscheidung zutiefst, mussten aber letztlich die anhaltend negative Entwicklung des Textilmarktes realistisch und nüchtern zur Kenntnis nehmen«, so Joachim Dreier von Gelco.
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