GDS wird Gallery Shoes

GDS wird Gallery Shoes

Anlässlich der Pressekonferenz zur GDS, die ab sofort unter dem Titel Gallery Shoes läuft, zieht der BDSE Bilanz zum vergangenen Jahr für den Schuheinzelhandel.

Gallery Shoes  

Die Düsseldorfer Schuhmesse GDS, die künftig vom neuen Veranstalter Igedo unter dem Namen Gallery Shoes abgehalten wird, wird diesen Sommer von 27. bis 29. August stattfinden. Kommendes Jahr dann vom 11. bis 13. März und von 2. bis 4. September. Das gab diese Woche der Messeveranstalter Igedo Company bekannt. Insgesamt stehen 15.350m² Fläche im Areal Böhler zur Verfügung, von denen bei der nächsten Veranstaltung netto 10.500m² genutzt werden. Diese Ausstellungsflächen können um 2000m² mit einer Leichtbauhalle erweitert werden. So kommt die Gallery Shoes auf sechs Hallen.

Anlässlich der GDS-Pressekonferenz vom 7. Februar 2017 veröffentlichte der BDSE (Bundesverbandes des Deutschen Schuheinzelhandels) nun ein Schreiben mit einer ernüchternden Bilanz des Geschäftsjahres 2016 und fordert den Schuheinzelhandel dazu auf, die von der Igedo übernommene GDS – nunmehr Gallery Shoes – als neues Messekonzept für sich zu nutzen:  

»Ich kann Handel und Industrie nur ermutigen, die Chance einer neuen Messeplattform unbedingt zu nutzen«, so Brigitte Wischnewski, Präsidentin des BDSE, wörtlich.  

Probleme des Schuheinzelhandels  

Wischnewski hatte vor ihrem Appell vor allem von 2016 gesprochen, das für den Schuheinzelhandel wenig erfolgreich verlaufen war: 75 % aller Schuhhäuser konnten ihre Zahlen aus 2015 nicht halten, nur 10 % der Unternehmen konnten Umsatzzuwächse erzielen. Insgesamt musste der Schuheinzelhandel ein Minus von 2 % hinnehmen, besonders in Mitleidenschaft gezogen wurden dabei kleinere Firmen. Der E-Commerce konnte hingegen wachsen, allerdings nicht so stark wie in den Jahren zuvor. Der Online-Anteil liegt mittlerweile bei 17 Prozent.  

Große Probleme sieht die Präsidentin des BDSE vor allem in zu frühen und umfangreichen Preisreduzierungen, nicht zuletzt verursacht durch den Druck zahlreicher Online-Händler. Diese verstärken den Wettbewerb im Schuheinzelhandel immens. Der stationäre Handel sieht sich mit einem starken Frequenzrückgang konfrontiert: Vor allem die Innenstädte sind betroffen.  

Digitalisierung der Geschäftsprozesse  

Den Spagat zwischen Online und stationärem Betrieb zu schaffen stellt vor allem für kleine und mittlere Schuheinzelhändler eine große Herausforderung dar: Das Informations- und Kaufverhalten des Kunden hat sich verändert und damit auch sein Anspruch an den stationären Handel. Dieser soll die gesamte Ware sowie Warenverfügbarkeit online präsentieren können. Verbundgruppen des Schuheinzelhandels sowie der BDSE unterstützen, um das Projekt Multichannel zu schaffen.

Ebenfalls wichtig, so Wischnewski, sind neue Vertriebskooperationen zwischen Handel und Industrie: Der stationäre Schuhhandel soll so als wichtigster Kanal in den Mittelpunkt gestellt und gestärkt werden. Dem müssen die Händler durch innovative Store-Konzepte und professionelle Beratung wiederum entsprechen, wie der BDSE im aktuellen Statement betont.  
Damenschuh auf der Straße
Jens Kalaene/dpa/Picturedesk
Damenschuh auf der Straße
Monatliche Umsatzzahlen des Schuheinzelhandels 2016 laut BDSE
BDSE
Monatliche Umsatzzahlen des Schuheinzelhandels 2016 laut BDSE
Online- und Offline-Umsatzentwicklungen 2016 laut BDSE
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