Neuer Chef in Herford: Brax baut Führungseben...
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Um sich zukunftsfähig aufzustellen, hat der Herforder Bekleidungsspezialist entschieden, die Bereiche Vertrieb und Produkt zu trennen.

Man befinde sich, wie die Modebranche insgesamt, in einem grundlegenden Wandel, stellt das Unternehmen in einer aktuellen Mitteilung fest. Daher habe man sich in den vergangenen Monaten besonders intensiv mit internen Strukturen und Prozessen beschäftigt. Die Trennung der Verantwortungsbereiche Produkt und Vertrieb hätte sich als wichtiger Faktor erwiesen, der zu einer besseren Performance und Umsetzungsstärke führe. In der Folge werden die Bereiche nun fortan auch in der Geschäftsführung getrennt.

Marc Freyberg ist neuer Geschäftsführer

So ist Marc Freyberg zum 22. Juli in die Geschäftsführung von Leineweber, der Muttergesellschaft von Brax, eingetreten. Per sofort übernimmt er den nationalen Vertrieb von Michael Horst, Geschäftsführer Produkt/Vertrieb. Die weiteren Vertriebsbereiche International Sales und Retail würden im Laufe des Jahres 2021 »im Sinne des Multichannel-Gedankens auf Marc Freyberg übertragen«, so die Mitteilung.

Michael Horst wird ab sofort seinen Hauptfokus auf das Produkt ausrichten. Weiterhin verantwortet er in der Geschäftsführung die Marken Eurex by Brax, Raphaela by Brax und Brax Golf. Als weitere wesentliche Strukturveränderung löst der Bekleidungsspezialist die Ebene der Brandmanager auf. Als Division Head wird Julia Fölsch die Gesamtverantwortung für alle Womenswear Produktgruppen und Sven Leue selbige für alle Menswear Produktgruppen übernehmen. Alexander Lischka, bisheriger Brand Manager Brax Menswear, konnte für die Aufgaben des Director National Sales gewonnen werden. Er hat diese Aufgabe von Isabel Beckmann übernommen, die sich aktuell in Elternzeit befindet, und berichtet direkt an Marc Freyberg.

»Wir sind uns sicher, dass wir mit diesen Entscheidungen weitere wichtige Weichen für die Zukunft gestellt haben«, so Stefan Brandmann, Geschäftsführer bei Brax.

Vor rund vier Wochen gab das Unternehmen bekannt, dass kurzfristig 120 bis 140 Stellen eingespart werden sollen. Man rechnet im laufenden Jahr mit einem Umsatzrückgang von 22%.

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