Fesch & Frech: Mut zur Streetwear-Lücke

Fesch & Frech: Mut zur Streetwear-Lücke

In Wolfsberg eröffnet die 24-jährige Jaqueline Apachou ihr eigenes Geschäft »Fesch & Frech« für Streetwear, weil sie schon als Schülerin davon geträumt hat.

Galerie: fesch und frech

»Es war schon immer mein Wunsch, ein Modegeschäft mit Marken zu eröffnen, die ich selber gerne trage.« Ein klares Statement von Jaqueline Apachou, das von Zielstrebigkeit zeugt. Mit dieser hat die 24-Jährige konsequent ihr Ziel verfolgt und es schließlich erreicht: Am Freitag, den 8. Februar, hat die junge Kärntnerin ihr Geschäft »Fesch & Frech« in Wolfsberg eröffnet. Einen Store für Streetwear mit Marken wie Urban Classics, Dickies, Volcom, Distorted People oder Brixton im Angebot. Zielgruppe: Junges Publikum und Junggebliebene.

Junges, originelles Konzept in der Kleinstadt

Nachdem sie in 2018 das Kolleg für Modedesign in Graz mit der Diplomprüfung abgeschlossen hat, konnte sie in Wolfsberg nichts mehr aufhalten. Die meisten zieht es nach der Ausbildung erst einmal in die große, weite Welt. Doch Jaqueline Apachou entschied sich bewusst für ihren Heimatort mit rund 25.000 Einwohnern, der 60 km von Klagenfurt und 80 km von Graz entfernt ist: »Ich komme aus Wolfsberg und mein Shop und mein Konzept passen perfekt in die Altstadt. So etwas hat hier bisher gefehlt, die Marken gibt es in Wolfsberg nicht. Das Konzept würde auch nicht in ein Einkaufszentrum passen, dafür ist die Aussage zu individuell.« Angelehnt an den New Yorker Industrielook ist das Konzept raw und offen, mit Stahl und einzeln herabhängenden Glühbirnen. Der Ladenbau ist selbstgemacht, der Vater der Gründerin hat eine Firma für Anlagen- und Industriemontage und den Auftritt im Sinne seiner Tochter umgesetzt. Die Mutter, selbst aus dem Handel kommend, hat sie bei der Eröffnung ebenfalls tatkräftig unterstützt, denn der Shop war bis zum Abend stark frequentiert.

Individualität als bewusste Aussage

Die junge Ladenbesitzerin ist fest überzeugt, dass die Kunden auch den Weg in die Innenstadt nicht scheuen, ohne direkte Parkplätze, wenn man etwas Besonderes bietet. Die Lage in der Altstadt am Hohen Platz hatte zuvor durch Leerstände eingebüßt, die Stadt versuchte, die Innenstadt mit neuen Ladenkonzepten zu beleben. Mit »Fesch & Frech« wurde jetzt ein neues, junges Konzept realisiert, das sich ambitioniert vom vertikalen Angebot auf der grünen Wiese abheben möchte.
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