Faserindustrie: Lenzing gewinnt Staatspreis I...
Faserindustrie

Lenzing gewinnt Staatspreis Innovation

Lenzing
Margarete Schramböck, Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort, überreicht den Staatspreis Innovation an Gert Kroner, Vice President Global Research & Development bei Lenzing
Margarete Schramböck, Bundesministerin für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort, überreicht den Staatspreis Innovation an Gert Kroner, Vice President Global Research & Development bei Lenzing

Der oberösterreichische Faserhersteller Lenzing wurde für seine neue nachhaltige Vliesstoff-Technologie mit dem Staatspreis Innovation ausgezeichnet.

Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) überreichte den Preis am Dienstag an Gert Kroner, Vice President Global Research & Development. Der börsennotierte Konzern ging mit dem Projekt Lenzing Web Technology als Sieger hervor und erhielt damit die höchste Anerkennung für besonders innovative Leistungen in Österreich.
»Das neuartige Verfahren vereint die Faser- und Vliesherstellung in nur einem Schritt und setzt damit neue Standards in Hinblick auf Effizienz, Kreislaufwirtschaft und ökologische Nachhaltigkeit«, heißt es von Konzernseite.

Vliesstoffe für Hygieneprodukte und Wischtücher

Während weltweit die meisten Hygieneprodukte und Wischtücher die Umwelt stark belasten, erzeugt Lenzing nachhaltige und ökologisch verträgliche Vliesstoffe aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz. »Durch einen einzigartigen Selbstbindemechanismus, bei dem sich die Filamente während des Spinnprozesses miteinander verbinden, werden auch Binder, die in vielen Vliesstoffen vorkommen, nicht mehr benötigt.« Dadurch seien die mit dieser Technologie hergestellten Vliese zu 100 % biologisch abbaubar, erklärt Gert Kroner.
Der Staatspreis Innovation wird jährlich vom Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort an das innovativste österreichische Unternehmen verliehen. 2020 fand der Wettbewerb zum 40. Mal statt.

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