Esprit weiter auf Talfahrt

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Esprit
Esprit Home F/S 2016
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Die Konjunkturflaute in China und der schwache Euro haben das Ergebnis von Esprit in die roten Zahlen gedrückt.

Wie die APA berichtete, musste der Modekonzern Esprit in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2015/16 einen Nettoverlust von 27,8 Mio. € hinnehmen. Im Vorjahreszeitraum konnte Esprit noch mit einem kleinen Gewinn von 5,5 Mio. € bilanzieren. Auch in Sachen Umsatz sieht die Lage nicht viel besser aus: Mit einem Minus von 13,1 % pendelte sich dieser bei rund 1,1 Mrd. € ein. Hauptverantwortlich für die negative Entwicklung sei, laut Esprit, vor allem die sich fortsetzende Schwäche im Wholesale sowie die rückläufige Entwicklung im asiatisch-pazifischen Raum.

Gutes Ergebnis für eigenen Retail

Im Gegensatz dazu sei man mit der Performance des eigenen Retails zufrieden: Hier stieg der weltweite Umsatz währungsbereinigt um 6 %, was den Erfolg der Vertikalsierungsstrategie, die im vergangenen Jahr umgesetzt wurde, bestätigt.

Zeit des Umbruchs

Wie andere Vertikale, befindet sich auch Esprit derzeit in einem massiven Konzernumbau: Im vergangenen Jahr schloss das Unternehmen Filialen, änderte seine Preispolitik, verbesserte den Vertrieb und führte neue Rückgabemöglichkeiten ein. Bezüglich des laufenden zweiten Geschäftshalbjahres gab sich Esprit zuversichtlich. Es werde die notwendige Grundlage für langfristiges Wachstum gelegt, hieß es. Allerdings rechnet Esprit mit weiteren Belastungen durch den Euro.
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