Esprit enttäuscht zur Halbzeit

Esprit enttäuscht zur Halbzeit

obs/Esprit Holdings Limited
Esprit F/S 2018
Esprit F/S 2018

Kein Ende der Krise bei Esprit: Nach sechs Monaten steckt das Unternehmen wieder in den roten Zahlen. In Österreich brach der Umsatz um 7 % ein.

Die einst so starke Mainstream-Marke Esprit verliert weiter an Boden. Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2017/18 (also im Zeitraum Juli bis Dez. 2017) ging der Umsatz des Konzerns um 3,4 % auf 858,5 Mio. Euro zurück. In lokalen Währungen betrug das Minus sogar 9,6 %. In Österreich verlor der Konzern 7,3 % seines Umsatzes und kam bei 41,8 Mio. Euro zu liegen. Das Ergebnis hat nach vorläufigen Zahlen wieder in die Verlustzone gedreht. Gab es im Vorjahres-Halbjahr noch einen kleinen Gewinn von 6,5 Mio. Euro, steht heuer ein Netto-Verlust von 101,9 Mio. Euro in der Zwischenbilanz – fast 12 % des Umsatzes.

Schwachstelle Retail

Verantwortlich für das Umsatzminus wird abermals besonders das schwächelnde eigene Retail-Geschäft gemacht. Die Frequenz in den Stores fehle, heißt es. Gegenüber dem Vorjahr wurde fast jede zehnte Filiale geschlossen, nun solle die Schließungswelle fortgesetzt werden. Für den hohen Verlust ist aber in erster Linie eine Wertberichtigung auf das China-Geschäft in Höhe von 83 Mio. Euro verantwortlich. Das Online-Geschäft wuchs nur noch schwach um 5 %, steht bei Esprit aber bereits für 26 % des Umsatzes. Wohl auch das ist ausschlaggebend für die schwachen Umsätze in den Filialen.
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