Erste Geschäftsöffnungen nach Ostern
BARBARA GINDL / APA / picturedesk.com
Download von www.picturedesk.com am 06.04.2020 (12:51). ABD0019_20200317 - SALZBURG - ÖSTERREICH: Die Situation in der Getreidegasse in der Salzburger Altstadt am Dienstag, 17. März 2020. - FOTO: APA/BARBARA GINDL - 20200317_PD1597
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Heimische Geschäfte dürfen trotz Corona-Krise nach Ostern wieder öffnen. In einem ersten Schritt allerdings nur jene mit bis zu 400 m² sowie Bau- und Gartenmärkte.

Bereits ab dem 14. April sollen kleinere Geschäfte mit bis zu 400 m² den Betrieb wieder aufnehmen dürfen, bestätigte Bundeskanzler Sebastian Kurz im Rahmen einer Pressekonferenz der Regierung. Selbstverständlich unter »strengen Auflagen«. Ab Anfang Mai soll der gesamte Handel wieder anlaufen, eine finale Entscheidung werde man Ende April fällen. Die durch die Krise notwendig gewordenen Ausgangsbeschränkungen werden bis Ende April aufrechterhalten. Restaurants, Hotels und Schulen werden nach aktuellem Stand bis Mitte Mai geschlossen bleiben.

Grundsätzlich sieht sich die türkis-grüne Regierung mit ihrem Fahrplan in der Corona-Krise auf Erfolgskurs. Entscheidend sei nun, weiter Durchhaltevermögen zu zeigen: »Ich hoffe, dass wir weiter so erfolgreich sein können und bald sagen können: Wir haben die Krankheit besiegt, Tote verhindert und das wirtschaftliche Comeback besser geschafft als die meisten anderen Länder. Es gibt die Chance, dass sich das fortsetzt, aber nur wenn wir weiter zusammenhalten und zusammenstehen, darum bitte ich Sie«, so Bundeskanzler Kurz. Einig waren sich die Regierungsmitglieder über die Bedeutung der bevorstehenden Woche, die jedenfalls »entscheidend für den weiteren Verlauf« der Krise sein würde.

Der klare Appell an die Bevölkerung lautete, Osterfeierlichkeiten nur mit jenen Menschen abzuhalten, mit denen man im gleichen Haushalt lebt. »Das ist ganz zentral, nur dann wird der Plan möglich sein«, so Kurz. Sämtliche Lockerungsmaßnahmen würden sofort zurückgenommen werden, sollten die Fallzahlen entsprechend steigen, ergänzte Innenminister Karl Nehammer (ÖVP).

Seitens der Wirtschaftskammer zeigt man sich über die neue Regelung erfreut. Peter Buchmüller, Obmann der Bundessparte Handel in der WKÖ kommentiert: »Das ist für den Handel ein Licht am Ende des Tunnels.« Für einige Händler könne dieser kleine, aber wichtige Schritt in Richtung Normalität ein Rettungsanker sein, der die Verluste wenigstens etwas einschränkt, so der Spartenobmann weiter. Auch könne dadurch der Kaufkraftabfluss in Richtung internationaler Online-Giganten etwas gestoppt werden. 

»Gerade in der Krise sollten sich angesichts des bevorstehenden enormen Budgetdefizits alle bewusst sein, wie wichtig es ist, dass jeder Euro in Österreich bleibt«, appelliert Buchmüller an die heimische Bevölkerung. »Wirtschaft sind wir alle – und die Krise können wir nur meistern, wenn wir alle zusammenstehen: gesundheitspolitisch, was die Maßnahmen zur Eindämmung der Neuinfektionen betrifft und wirtschaftspolitisch, was die Entscheidung der Menschen in unserem Land betrifft, bei wem sie einkaufen.«

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