Erfolgsjahr für Inditex

Erfolgsjahr für Inditex

Fabian Stuertz/Inditex
Bershka Store in Köln, Deutschland
Bershka Store in Köln, Deutschland

Ein flächenbereinigtes Wachstum von 10 % hat der spanische Moderiese Inditex im Geschäftsjahr 2016/17 hingelegt.

In Summe stiegen die Umsätze der Inditex-Gruppe (Zara, Bershka, Massimo Dutti u. a.) um 12 % auf 23,3 Mrd. €. Damit hat der größte Modekonzern der Welt seinen Vorsprung auf den Hauptkonkurrenten H&M, der im Vorjahr »nur« um 6 % auf 19,7 Mrd. € zulegen konnte, abermals um ein ordentliches Stück vergrößert. Der Gewinn nach Steuern stieg um 10 % auf 3,16 Mrd. €. Auch bei dieser Kennzahl ist der Abstand zu H&M (1,9 Mrd. €) bereits enorm. Als Erfolgsprämie werden 535 Mio. € an die insgesamt bereits 162.500 (+9.600) Mitarbeiter des Konzerns ausgezahlt. Das Ladennetz wuchs im Vorjahr um 279 Stores (netto) auf 7.292 Stores. In den letzten Jahren wurden zwar weniger, dafür deutlich größere Geschäfte eröffnet als in den Jahren zuvor. Diese Strategie, wonach ein Flagship Store mehrere kleinere Geschäfte ersetzt, wird auch 2017 beibehalten.

Hohe Steuerleistung

Angesichts der laufenden Diskussion über die Steuerpraktiken von Großkonzernen legt Inditex besonderen Wert auf die Feststellung, dass der Konzern 2016 weltweit 5,6 Mrd. € an direkten und indirekten Steuern gezahlt habe. In Spanien zeichne man mit einer Steuerleistung von 1,6 Mrd. € für mehr als 2 % des gesamten Gewerbesteueraufkommens des Landes verantwortlich. Darüber hinaus habe man im letzten Jahr alleine in Spanien 7.500 Zulieferer mit Aufträgen in Höhe von 4,6 Mrd. € versorgt, großteils aus der Textilindustrie. 
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